Trump macht Druck

Trump kritisiert Deutschland wegen geringer Militärausgaben

NATO Generalsekretär Stoltenberg, US Präsident Trump, Vizepräsident Pence, Außenminister Pompeo, und Mattis (Verteidigung) treffen sich im Weißen Haus. Foto: Carolyn Kaster/AP
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NATO Generalsekretär Stoltenberg, US Präsident Trump, Vizepräsident Pence, Außenminister Pompeo, und Mattis (Verteidigung) treffen sich im Weißen Haus. Foto: Carolyn Kaster/AP

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat Deutschland erneut zu geringe Militärausgaben vorgeworfen.

Der NATO-Partner Deutschland kaufe von Russland Gas im Wert von Milliarden Dollar, gebe aber nicht genug für seine Streitkräfte aus, sagt Trump am Donnerstag im Weißen Haus anlässlich eines Besuchs von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Deutschland profitiere viel mehr von der NATO, als es zur Allianz beitrage, so Trump. Er bezog sich damit auf das NATO-Ziel, wonach alle Mitgliedsländer des Verteidigungsbündnisses zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für das Militär ausgeben sollten. Deutschland soll nächstes Jahr voraussichtlich 1,3 Prozent erreichen.

Stoltenberg stimmte Trumps Analyse zu. «Wir müssen mehr tun», sagte er. Trumps Druck habe immerhin dazu geführt, dass inzwischen alle Mitgliedstaaten ihre Ausgaben erhöhten. Trump erklärte, das Bündnis müsse in dieser Frage zusammenstehen. «Manche Länder tun es, andere tun es nicht. Das kann nicht sein», sagte Trump.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte kürzlich erklärt, Deutschland wolle bis 2025 einen Wehretat in Höhe von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Die für das kommende Jahr geplanten Ausgaben von 41,5 Milliarden Euro müssten dafür Expertenschätzungen zufolge auf rund 60 Milliarden ansteigen.

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