Nicht nur Macron soll sie haben

Ein Risiko? Trump verteilt private Handynummer an andere Staatschefs

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Donald Trump soll unter anderem dem französischen Präsidenten Emanuel Macron seine private Handynummer gegeben und darum gebeten haben, ihn bei wichtigen Dingen dort anzurufen.

Kein Tag ohne Skandal um Donald Trump. Diesmal geht es um seine Handynummer. Die soll der US-Präsident allzu leichtfertig verteilt haben. Das ist allerdings höchst gefährlich - und vor allem so nicht erlaubt.

Washington - Donald Trump hat sich mal wieder ein kleinen Fehltritt erlaubt - und der hat es in sich. Laut Informationen des CNN-Reporters Jim Acosta soll Trump dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron seine private Handynummer gegeben und ihn gebeten haben, ihn künftig auf seinem Handy anzurufen, damit man „direkt miteinander sprechen“ könne.

Weiteren Informationen zufolge soll Macron nicht der einzige Staatschef sein, mit dem sich Trump über sein privates Handy ausgetuscht haben soll. Es ist unter anderem die Rede von dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto. 

Was zunächst nicht weiter schlimm klingt - warum sollte man „Freunden“ seine Handynummer nicht weiter geben - stellt tatsächlich ein enormes Sicherheitsrisiko dar, denn normalerweise werden alle Telefonanrufe Trumps unter strengsten Sicherheitsauflagen geführt und bestens abgeschirmt. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind im Weißen Haus oder auch in der Dienstlimousine möglich. Das Handy des Präsidenten zu schützen ist allerdings weitaus schwieriger, was vor allem bei wichtigen Gesprächen wie denen mit anderen Staatschefs nötig ist.

Geheimdienste könnten nun Trumps Handy abhören

Nach dem Skandal um den russischen Außenminister Sergej Lawrow, dem Trump bei einem Treffen Geheimdienstinformationen weitergegeben hatte, ist klar, dass Trump es mit dem Protokoll nicht allzu genau nimmt. Sollte er anderen Staatschefs übers Handy ebenfalls Informationen weitergegeben und das Handy abgehört werden, könnte dies enorme Folgen auf die internationale Politik haben, denn es ist nur wahrscheinlich, dass die anderen Regierungschefs Trumps Nummer ebenfalls an ihre Geheimdienste weitergegeben und sich somit neue Ausspähmöglichkeiten ergeben haben, vermutet Rechtsprofessorin Ashley Deeks.

Besonders peinlich dürfte für Trump auch sein, dass er den Vorwurf an Hillary Clinton, sie habe dienstliche Mails von einem privaten Mail-Server aus verschickt, während des Wahlkampfs als „größten politischen Skandal“ seit der Watergate-Affäre genannt hatte.

Das internationale Geheimdienste vor dem Abhören fremder Regierungschefs nicht zurückschrecken, ist kein Geheimnis. So wurde im Jahr 2013 bekannt, dass der US-Geheimdienst NSA das Handy von Kanzlerin Angela Merkel monatelang abgehört hatte. Der Skandal hatte dem innigen Vertrauensverhältnis zwischen Angela Merkel und Barack Obama zeitweise enorm geschadet und dazu geführt, dass Obama offiziell die Einstellung des Abhörens der Handys befreundeter Staatschefs befohlen hatte.

Die Zufriedenheit mit Trump sinkt immer weiter, auch auf internationaler Ebene. Erst kürzlich hatte Angela Merkel mit ihrer „Bierzeltrede“ für Aufmerksamkeit gesorgt, bei der sie Trump scharf kritisierte. Internationale Medien hatten sie daraufhin unterstützt.

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