Nach Bombendrohungen

Trump verurteilt antisemitische Vorfälle als „schrecklich“

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Fand wie immer deutliche Worte: Donald Trump im neuen Museum für Afroamerikanische Geschichte und Kultur in Washington.

Washington - Vorurteile, Intoleranz und Antisemitismus: Dagegen sprach sich Donald Trump beim Besuch eines afroamerikanischen Museums entschieden aus.

US-Präsident Donald Trump hat die Zunahme antisemitischer Vorfälle in den Vereinigten Staaten als "schreckliche" und "schmerzhafte" Entwicklung verurteilt. Trump sagte am Dienstag bei einem Besuch des neuen Museums für Afroamerikanische Geschichte und Kultur in Washington, die Drohungen gegen die jüdische Gemeinde seien eine "sehr traurige Mahnung", dass im Land noch viel Arbeit zu leisten sei, "um Hass, Vorurteile und Böses auszumerzen".

Trump: Fanatismus in allen Formen bekämpfen

Fanatismus, Intoleranz und Hass müssten in all ihren Formen bekämpft werden, forderte Trump. Das von ihm besuchte Museum erinnere an diese Aufgabe. Erst am Montag war rund ein Dutzend jüdischer Einrichtungen im Land zum Ziel von Bombendrohungen geworden. Die Drohungen erwiesen sich jedoch als unzutreffend, wie die jüdische Organisation JCC Association of North America mitteilte. Dennoch zeigte sich die Organisation "besorgt wegen des Antisemitismus hinter diesen Drohungen". Seit Trumps Amtsantritt hat die Organisation 69 solcher Drohungen gegen jüdische Einrichtungen dokumentiert; oft treffen sie wellenartig mehrere Einrichtungen an einem Tag. 

Trumps jüdische Tochter Ivanka übt Kritik auf Twitter

Am Wochenende waren außerdem mehr als hundert Grabsteine eines jüdischen Friedhofs in St. Louis im Bundesstaat Missouri beschädigt worden, wie die dortige Friedhofsleitung mitteilte. Bürgerrechtler beklagen, dass sich Hass-Gruppen in den USA seit dem Wahlsieg des Rechtspopulisten Trump im Aufwind sehen. Trump selbst bestreitet, rassistisch oder antisemitisch zu sein. Seine zum Judentum konvertierte Tochter Ivanka kritisierte die Bombendrohungen im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Amerika ist ein Land, das auf dem Prinzip der religiösen Toleranz gebaut wurde. Wir müssen unsere Gebetsstätten und religiösen Zentren schützen."

AFP/dja/hcy

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