Kritik an Nordkorea-Kurs

Trumps Chefstratege Bannon: USA im "Handelskrieg mit China"

+
Trump-Berater und Chefstratege Steve Bannon gehört zu den sogenannten "Nationalisten" im Weißen Haus. Foto: Evan Vucci

Die "Feuer und Wut"-Drohung von Donald Trump an die Adresse Nordkoreas hält sein Chefstratege Stephen Bannon für unrealistisch. Als brandgefährlich schätzt Bannon vielmehr einen Handelskrieg mit China ein.

Washington (dpa) - Die USA befinden sich nach den Worten des Chefstrategen im Weißen Haus, Stephen Bannon, in einem "Handelskrieg mit China". Und die USA werde diesen verlieren, wenn es keine politische Umkehr gebe.

"Ich denke, wir sind fünf, höchstens zehn Jahre von einem Wendepunkt entfernt, von dem wir uns nicht mehr erholen können", sagte Bannon in einem Gespräch mit Robert Kuttner, dem Mitgründer des Informationsportals "The American Prospect".

"Einer wird in 25 oder 30 Jahren ein Hegemon sein, und es werden sie (die Chinesen) sein, wenn wir so weitermachen", sagte Bannon. Der Streit um Nordkorea sei nur ein Nebenkriegsschauplatz. "Sie treiben uns vor sich her."

Eine militärische Lösung in Nordkorea hält Bannon im Gegensatz zu den Drohungen von US-Präsident Donald Trump ("Feuer und Wut") für nicht realistisch. "Vergiss es!", sagte er Kuttner. "Es gibt keine militärische Lösung hier, sie haben uns gekriegt." Die USA müssten "wahnsinnig konzentriert" sein auf den Handelskrieg mit China.

Beitrag in The American Prospect

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Brexit-Chaos: Misstrauensabstimmung ausgezählt - bitteres Ergebnis für May 

Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien: Theresa May musste sich einem Misstrauensvotum stellen. Das Ergebnis liegt nun vor. Live-Ticker.
Brexit-Chaos: Misstrauensabstimmung ausgezählt - bitteres Ergebnis für May 

Anschlag in Straßburg: Cherif C. erhielt offenbar kurz vor der Tat Anruf aus Deutschland

In Straßburg gab es am Dienstagabend Schüsse bei einem Weihnachtsmarkt. Mehrere Menschen starben, es gibt zahlreiche Verletzte. Der Täter ist weiter auf der Flucht, …
Anschlag in Straßburg: Cherif C. erhielt offenbar kurz vor der Tat Anruf aus Deutschland

Trumps Ex-Anwalt Cohen muss ins Gefängnis

Jahrelang vertraute US-Präsident Trump seinem Anwalt Cohen. Der beichtete eine ganze Latte an Straftaten, und Trump sieht dabei gar nicht gut aus. Nun muss Cohen hinter …
Trumps Ex-Anwalt Cohen muss ins Gefängnis

Straßburger Angreifer rief laut Zeugen "Allahu Akbar"

Gerade im Dezember ist Straßburg mit seinen Weihnachtsmärkten ein Ziel für Touristen. Jetzt erschüttert ein Anschlag die Idylle. Der Terrorist konnte fliehen - nach …
Straßburger Angreifer rief laut Zeugen "Allahu Akbar"

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.