Pleite für neuen US-Präsidenten

Trumps Kandidat für Posten des Arbeitsministers zieht zurück

+
Andrew Puzder

Washington - Schon wieder eine Pleite für den neuen US-Präsidenten Donald Trump: Der von Trump als Arbeitsminister nominierte Unternehmenschef Andrew Puzder hat seinen Verzicht auf das Amt erklärt. Zu groß ist der Widerstand selbst unter Republikanern.

Es ist eine weitere schwere Schlappe für Donald Trump: Andrew Puzder, für den Posten des Arbeitsministers im Kabinett des US-Präsidenten vorgesehen, hat seine Kandidatur nach mehreren übereinstimmenden Medienberichten unter Berufung auf das Weiße Haus zurückgezogen. Im US-Senat, der von Trumps Republikanern dominiert ist, hatte sich eine herbe Niederlage für Puzder angedeutet. Er ist der erste von Trumps Kandidaten, der im Senat durchfällt.

Als Manager einer Burgerkette hatte sich Puzder entschieden gegen Regulierungen und den Mindestlohn ausgesprochen. Der herben Kritik der Demokraten an seiner Nominierung hatten sich mehr und mehr Republikaner angeschlossen. Letztlich dürfte den 66-Jährigen zu Fall gebracht haben, dass er zugab, eine Immigrantin ohne Einwanderungserlaubnis als Haushälterin beschäftigt zu haben. Außerdem sah er sich aufs Neue mit alten Vorwürfen häuslicher Gewalt konfrontiert.

Bis zu zwölf republikanische Senatoren wollten Puzder die Gefolgschaft verweigern, vier Gegenstimmen gelten als sicher, berichtete CNN. Puzder hätte nicht die erforderliche Mehrheit von über 50 erreicht. Die Abstimmung war für Donnerstag geplant.

„Ein Sieg für den amerikanischen Arbeiter“, kommentierte der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Charles Schumer. Niemand habe sich mehr gegen Arbeiter gestellt als Puzder.

Puzder wäre der zehnte Ministerkandidat in der US-Geschichte und der dritte in der Nachkriegszeit gewesen, der an der Senatshürde gescheitert wäre.

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Trump und Putin mit verkrampften Versuch des Neuanfangs

Russland jubelt, die USA kritisiert ihren Präsidenten: Das Treffen von Wladimir Putin und Donald Trump sollte einen Neuanfang symbolisieren. Das misslang völlig.
Trump und Putin mit verkrampften Versuch des Neuanfangs

Trump und Putin wagen verkrampften Versuch des Neuanfangs

Russland jubelt, in den USA hagelt es Kritik am eigenen Präsidenten: Das Treffen von Wladimir Putin und Donald Trump in Helsinki sollte vor den Augen der Welt einen …
Trump und Putin wagen verkrampften Versuch des Neuanfangs

Puigdemont ruft neue katalanische Separatistenbewegung ins Leben

Aus dem Exil gründet der ehemalige Regionalpräsident Kataloniens, Carles Puigdemont, eine neue separatistische Bewegung. Das Ziel ist eine katalanische Republik.
Puigdemont ruft neue katalanische Separatistenbewegung ins Leben

Abschiebung von Sami A. Tage im Voraus geplant

Den Islamisten Sami A. wollten Nordrhein-Westfalen und Innenminister Seehofer schon lange loswerden. Nun ist er wieder in Tunesien. Und die Zweifel am Vorgehen der …
Abschiebung von Sami A. Tage im Voraus geplant

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.