Erste Risse sichtbar

Trumps Team in Turbulenzen: "Stalinistische Säuberungen"

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Donald Trump und sein künftiger Vizepräsidentschaft Mike Pence: Im Team des designierten US-Präsidenten herrscht Chaos. Foto: Michael Reynolds

Washington (dpa) - Das Team des designierten US-Präsidenten Donald Trump ist in der Phase der Machtübergabe in größeren Turbulenzen. Die "New York Times" und die "Washington Post" berichteten von Machtkämpfen, die das für diese Phase normale Maß weit überschritten.

Nachdem der Koordinator für Themen der nationalen Sicherheit, Mike Rogers, Trumps Team überraschend verlassen hatte, beschreiben Insider Medienberichten zufolge "stalinistische Säuberungen" der Mannschaft.

Trump selbst beeilte sich zu versichern, alles laufe nach Plan. "(Ein)  sehr organisierter Prozess findet statt", schrieb Trump auf Twitter. "Ich bin der einzige, der weiß, wer die Finalisten sind!"

Mit dieser Äußerung, die an den Ablauf einer Casting-Show erinnert, bezieht sich Trump auch auf die Auswahl der Kandidaten für zentrale Kabinettsposten wie Verteidigung oder Äußeres. Mit deren Bekanntgabe war längst gerechnet worden, es gibt aber auch organisatorische Schwierigkeiten.

Nachdem die Republikaner unmittelbar nach Trumps sensationellem Sieg ihre Reihen geschlossen hatten, werden nun erste Risse sichtbar. Der einflussreiche Senator John McCain warnte Trump in scharfen Worten vor dessen angekündigter Hinwendung zu Russland.

Eliot Cohen, zuletzt prominenter Fürsprecher des politischen Quereinsteigers, riet in der "Washington Post", sich von Trumps Team fernzuhalten. Dieses sei zutiefst arrogant und "vergebe Posten wie Lutscher an gute Jungs, statt die besten Talente zu rekrutieren".

Washington Post

New York Times

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