„Werden die Abschreckung in Europa stärken“

180-Grad-Wende zu Trump - Biden verlegt US-Truppen nach Deutschland

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr US-Amtskollege Lloyd Austin geben sich in Berlin gegenseitig den Corona-Gruß.
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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr US-Amtskollege Lloyd Austin geben sich in Berlin gegenseitig den Corona-Gruß.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin besucht seine Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin - und verkündet Überraschendes.

  • 12.000 Soldaten wollte US-Präsident Donald Trump aus Deutschland abziehen.
  • Sein Nachfolger Joe Biden hat die Pläne schnell gestoppt.
  • Nun vollziehen die USA in der Frage aber eine regelrechte Kehrtwende.

Berlin - Die USA werden ab kommendem Herbst weitere 500 Soldaten in Deutschland stationieren. Das kündigte der neue US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Berlin an. „Diese Truppen werden die Abschreckung und Verteidigung in Europa stärken“, sagte Austin.

US-Präsident Joe Biden hatte die Truppen-Abzugspläne seines Vorgängers Donald Trump* bereits gestoppt. Dass nun zusätzliche Truppen nach Deutschland geschickt werden, ist aber eine Überraschung.

Die Soldaten sollen schon im Herbst im Raum Wiesbaden stationiert werden. Austin würdigte bei dem Termin dabei die Bemühungen des Nato-Partners Deutschland*, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Kramp-Karrenbauer lobte den Schritt der Truppenaufstockung als „starkes Zeichen der Verbundenheit“ und Austin als „Freund dieses Landes“.

USA stationieren 500 zusätzliche Soldaten in Deutschland

Der 67-jährige Austin war einst als Soldat in Deutschland stationiert und betonte seine „persönliche Wertschätzung“ für Deutschland. Kramp-Karrenbauer sprach von einem sehr „starken Zeichen auch der Verbundenheit“. Man werde alles dafür tun, dass die Soldaten und ihre Familien vorübergehend eine gute zweite Heimat in Deutschland finden.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin (Vordergrund) und US-Präsident Joe Biden

Rund 34.500 US-Soldaten sind derzeit in der Bundesrepublik stationiert. Unter Trump* hatte das Pentagon im Juli einen Abzug von einem Drittel der Soldaten aus Deutschland angekündigt. Trump sprach von einer Art Strafaktion: Deutschland gebe nicht genug für seine Verteidigung aus, sei bei der Nato „säumig“ und lasse sich von den USA schützen. Die Pläne sorgten in Deutschland für große Besorgnis und stießen auch in den USA auf Kritik.

Die Soldaten würden nach Deutschland geschickt, um Konflikte zu verhindern, „und wenn nötig, um zu kämpfen und zu siegen“. Mit der Stationierung würden unter anderem die Kräfte zur Cyber-Abwehr und elektronischen Kriegsführung in Europa gestärkt. Die Stationierung sei auch als Bekenntnis der USA zum Verbündeten Deutschland zu verstehen, betonte Austin. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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