Außenministerium reagiert

„Terrorismus und willkürliche Festnahmen“: Türkei erlässt Reisewarnung für USA

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Angespannntes Verhältnis zu den USA: Der türkische Außenminister Mehmet Cavusoglu

Die Türkei hat als Reaktion auf die Einstufung als riskantes Reiseland durch das US-Außenministerium eine Reisewarnung für die USA erlassen.

Istanbul - Das türkische Außenministerium verwies am Freitag auf die Gefahr durch Terroranschläge und durch „willkürliche Verhaftungen“ von Türken in den USA, die auch Staatsbeamte auf Dienstreisen treffen könnten. Das türkische Außenministerium reagierte damit auf ein neues System von US-Reisehinweisen, in denen die Türkei - ebenso wie etwa Pakistan - in die zweithöchste Gefahrenstufe eingeordnet wird.

In dem US-Hinweis wird dazu aufgerufen, Reisen in die Türkei „wegen Terrorismus und willkürlichen Festnahmen“ zu überdenken. Die Türkei und die USA hatten erst Ende Dezember ihre Visakrise beigelegt. Nach der Festnahme von einheimischen Mitarbeitern von US-Konsulaten hatten die Vertretungen der USA in der Türkei mitgeteilt, die Ausgabe von Visa zu stoppen. Das türkische Außenministerium hatte daraufhin in einer fast wortgleichen Erklärung mitgeteilt, die Visavergabe bei türkischen Vertretungen werde ebenfalls gestoppt. Die Beziehungen zwischen den Nato-Bündnispartnern USA und Türkei sind angespannt.

Neues US-Hinweissystem

In der höchsten Gefahrenstufe vier im neuen US-Hinweissystem sind nach einem CNN-Bericht elf Länder, darunter zum Beispiel Afghanistan, der Iran, der Irak, Syrien und der Jemen. Bei diesen Ländern wird von Reisen abgeraten. Deutschland liegt wegen Terrorgefahr auf Stufe zwei, bei diesen Ländern wird zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

Deutschland hatte im vergangenen Juli nach der Festnahme von mehreren Bundesbürgern in der Türkei die Reisehinweise für das bei Urlaubern beliebte Land verschärft, aber keine Reisewarnung ausgesprochen. In dem bis heute gültigen Hinweis heißt es, Deutsche müssten mit willkürlichen Festnahmen rechnen. Das türkische Außenministerium hatte daraufhin im September eine Reisewarnung für Deutschland erlassen, die es unter anderem mit Rassismusgefahr begründete.

dpa

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