„Aus Gründen der nationalen Sicherheit“

Erdogan entlässt über 9000 Polizisten wegen Gülen-Verbindung

+
Der türkische Präsident Erdogan wirft dem Prediger Fethullah Gülen vor, hinter dem Putsch im vergangenen Jahr zu stecken. 

Ankara - Die türkische Polizei hat mehr als 9000 Beamte suspendiert, weil sie Verbindungen zum regierungskritischen Prediger Fethullah Gülen haben sollen.

Die Suspendierung der insgesamt 9103 Beamten sei "aus Gründen der nationalen Sicherheit" erforderlich, teilte die Polizei am Mittwochabend mit. Die Regierung wirft Gülen-Anhängern vor, die Polizei durch verdeckte Netzwerke unterwandert zu haben. 

Seit dem Putschversuch im vergangenen Juli, hinter dem die Regierung Gülen vermutet, wurden in der Türkei zehntausende mutmaßliche Gülen-Anhänger inhaftiert oder aus dem Staatsdienst entlassen. 

Der Ankündigung zur Entlassung der Polizisten war am Mittwoch eine Verhaftungswelle vorangegangen: Die Polizei nahm landesweit mehr als tausend Menschen fest, die Verbindungen zur Gülen-Bewegung haben sollen. Ziel der Razzien sei es gewesen, Netzwerke von Gülen-Anhängern bei der Polizei zu zerschlagen, hatte Innenminister Süleyman Soylu gesagt. Gülen habe die Polizei "infiltriert".

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Ministerin Zypries fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

Als Reaktion auf die Pleite von Air Berlin hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer gefordert, um den …
Ministerin Zypries fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

Ermittler auf der Spur eines Terrorverdächtigen

Während Barcelona um die Anschlagsopfer trauert, sucht die Polizei noch immer nach den Schlüsselfiguren des Terrors. Sind sie möglicherweise schon tot? Es soll eine neue …
Ermittler auf der Spur eines Terrorverdächtigen

Seehofer und das O-Wort - Wahlkampfversprechen oder Luftnummer?

2016 hatte sich Horst Seehofer festgelegt. Es werde keinen Koalitionsvertrag ohne Obergrenze für Flüchtlinge geben. Doch je näher die Bundestagswahl rückt, desto …
Seehofer und das O-Wort - Wahlkampfversprechen oder Luftnummer?

Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver

Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea starten die USA am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea.
Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.