Eskalation

Protest an Grenze: Türkische Sicherheitskräfte gehen gegen Syrer vor

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Türkische Sicherheitskräfte haben Aktivisten zufolge an einem Grenzübergang zu Syrien in Richtung von Demonstranten im Nachbarland geschossen und Tränengas eingesetzt.

Damaskus - Dabei sei mindestens ein Mensch verletzt worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Andere Aktivisten berichten, die Sicherheitskräfte hätten die Demonstranten mit Gummigeschossen und Tränengas von dem Grenzübergang Bab al-Hawa im Nordwesten Syriens vertrieben.

Den Angaben sowie Videos von Aktivisten zufolge protestierten Hunderte Menschen gegen Angriffe der syrischen Regierung auf das letzte große Rebellengebiet in dem Bürgerkriegsland. Die Demonstranten hätten in Bab al-Hawa zudem von der Türkei gefordert, ihre Grenze für Flüchtlinge zu öffnen.

Die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte große Gebiet, das von Rebellen kontrolliert wird. Die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad hatten im April eine Offensive begonnen, bei der sie Teile des Gebietes einnehmen konnten. Syrien und sein Verbündeter Russland fliegen regelmäßig Luftangriffe.

Türkei/Syrien: Protest an Grenze: Türkische Sicherheitskräfte gehen gegen Syrer vor

In der Region leben nach Schätzungen rund drei Millionen Menschen. Den Vereinten Nationen zufolge wurden seit Beginn der Regierungsoffensive mehr als 570 000 Menschen von der Gewalt vertrieben. Hilfsorganisationen berichten von einer dramatischen humanitären Lage. Beobachter warnen, einen weitere Eskalation könnte zu einer neuen Fluchtwelle Richtung Europa führen.

Die Türkei hat ihre Grenze für syrische Flüchtlinge geschlossen. Das Land hat nach offiziellen Angaben seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 rund 3,6 Millionen Geflüchtete aus dem Nachbarland aufgenommen.

Die Türkei hat jetzt konkret mit einem Angriff in Syrien gedroht. Demnach steht ein Angriff „kurz bevor“. *(Merkur.de)

dpa


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