Türkei

Erdogan und Maduro wollen eine neue Weltordnung 

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Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro wird in Ankara (Türkei) von Erdogan empfangen.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro ist in Ankara auf seinen türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan getroffen. Beide Präsidenten haben sich für eine neue Weltordnung ausgesprochen.

Ankara - Die Präsidenten der Türkei und Venezuelas haben sich für die Schaffung einer neuen multipolaren Weltordnung ausgesprochen. 

"Wir glauben an eine andere Art von Welt", sagte der venezolanische Staatschef Nicolas Maduro nach einem Gespräch mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan in Ankara. 

„Eine neue Ära für die Welt“

Sie wollten "eine neue Ära für die Welt skizzieren, eine multipolare Welt, in der jeder seinen Platz finden kann". Maduro und Erdogan stehen beide wegen ihres Umgangs mit der Opposition in der Kritik. Insbesondere in den westlichen Staaten wird ihnen vorgeworfen, Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben.

Protestwelle in Venezuela 

In Venezuela wurden bei einer Protestwelle gegen die Entmachtung des von der Opposition dominierten Parlaments zwischen April und Juli mehr als 120 Menschen getötet. Erdogan sagte mit Blick auf die tiefe politische Krise in Venezuela, "nichts geht über den Willen des Volkes". 

Warnung an Trump

Eine "Intervention von Außen" löse selten Probleme, warnte er, da US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen die venezolanische Regierung verhängt hat und auch die EU-Staaten zu Strafmaßnahmen drängt. Zugleich mahnte Erdogan "Vernunft, Dialog und Versöhnung" an, um die Probleme in Venezuela zu lösen.

Vergangene Woche haben sich die USA "zutiefst beunruhigt" über die Festnahme eines türkischen Mitarbeiters des US-Konsulats in Istanbul gezeigt.

AFP

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