Türkischer Regierungskritiker sicher

Offenbar Geheim-Plan: „Erdogan will die Atombombe“

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Seit Jahren verfolgt der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan vordergründig ein einziges Ziel: Die Sicherung seiner Macht und Vorherrschaft.

Ein türkischer Regierungskritiker ist sich sicher: Erdogan verfolgt den geheimen Plan, die Türkei nuklear aufzurüsten. Doch was ist wirklich dran an den Vorwürfen?

Er unterzeichnet umstrittene Verfassungsreformen, bringt Menschenrechtler hinter Gitter und verhört selbst 13-Jährige wegen vermeintlich abfälliger Facebook-Posts: Auf seinem mutmaßlichen Weg in die Alleinherrschaft schreckt der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan offenbar vor nichts zurück. 

Experten zufolge will Erdogan eine Atombombe - um jeden Preis

Und obwohl der türkische Staatschef dank systematischer militärischer Aufrüstungen mittlerweile über rund 400.000 Soldaten verfügt und damit ohnehin schon die zweitgrößte Nato-Armee befehligt, hat er wohl noch längst nicht genug: Erdogan will seine Macht ausweiten - und dazu soll ihm eine Waffe dienen, die die ganze Welt sei Jahrzehnten in Angst und Schrecken versetzt.   

Das bestätigte unter anderem der türkische Regierungskritiker Abdullah Bozkurt: „Das Land verfolgt gerade den geheimen Plan, Massenvernichtungswaffen zu erwerben - darunter auch eine Atombombe zur Abschreckung“, heißt es in einem Artikel, den der Berufsjournalist für die türkische Zeitung Turkish Minute verfasste.

Denn sollte die Türkei zur Atommacht avancieren, wäre Erdogans Macht auf unbestimmte Zeit gesichert. Bozkurt begründet seine mutige These unter anderem damit, dass Erdogans einflussreichste Berater das Thema „Atombombe“ offenbar zu ihrem Lieblingsthema auserkoren haben und auch in öffentlichen Stellungnahmen häufig darauf zurückkamen. Außerdem habe sich die Türkei ganz eindeutig von der Nato entfernt und sich dafür Ländern wie Russland und Japan angenähert, die ebenfalls mit nuklearen Aufrüstungen sympathisieren. 

Noch handelt es sich um reines Wunschdenken des Präsidenten

Auch der Politologe Aykan Erdemir bestätigte im Gespräch mit der Huffington Post, dass sich Erdogan verstärkt nach modernen Waffensystemen sehnt - gibt gleichzeitig jedoch Entwarnung: "Erdogan hat ein starkes Verlangen die Türkei zu einer Atommacht zu machen, aber nicht die Kapazität“, erklärte der Türkei-Experte. Demnach fehle es der Türkei derzeit an finanziellen Mitteln und Personal „für so ein kostspieliges und hochtechnologisches Projekt“.

Der andauernde Ausnahmezustand in der Türkei hat seine Spuren hinterlassen und führte in Teilen der Bevölkerung unter anderem zu verstärktem Misstrauen. Auch aus dem säkular geprägten türkischen Militär selbst schlägt dem türkischen Präsidenten traditionell viel Gegenwind entgegen - weshalb er die Armee erst kürzlich von allen Erdogan-Kritikern „säuberte“ und rund 160 der 342 Generäle des Amtes enthob. Zahlreiche ehemalige türkische Offiziere zeichnen schon jetzt ein gespenstisches Zukunftsszenario: Demnach wird die türkische Armee schon bald aus Salafisten und Extremisten bestehen, die in Erdogans Namen kämpfen. 

Aus Erdogans Sicht ist wegen jener Unruhen gerade jetzt wichtig, dem türkischen Volk weiterhin militärische Stärke vorzugaukeln - eine Atombombe käme ihm da laut Experten natürlich gerade Recht. 

sl

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