News-Ticker

Ukraine-Krieg: Über 260 ukrainische Soldaten aus Stahlwerk in Mariupol evakuiert

Aus dem Stahlwerk in Mariupol werden Soldaten evakuiert und für einen späteren Gefangenenaustausch in russisch kontrolliertes Gebiet gebracht: der News-Ticker.

  • Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bringt täglich neue Opfer.
  • Das Asow-Stahlwerk in der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol gilt als die letzte Bastion der ukrainischen Armee im Ukraine-Krieg.
  • Alle aktuellen Neuigkeiten und Entwicklungen zum Ukraine-Konflikt in unserem News-Ticker.

+++ 10.00 Uhr: Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine gefährdet das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele. Dies betreffe besonders die „Ziele zur Ernährungssicherung, zur Armutsbekämpfung und zur Energieversorgung“, erklärte der Vorsitzende des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE), Werner Schnappauf, am Dienstag in Berlin. Umso mehr müssten Maßnahmen zur Sicherung des notwendigen Transformationsprozesses vorangetrieben werden.

„Ungleichheit und strukturelle Armut werden sich weiter verschärfen“, heißt es mit Blick auf die Kriegsfolgen in einer Stellungnahme des Rates. „Der Krieg und seine Folgen insbesondere für die Energieversorgung und die globale Ernährungssicherheit führen uns zugleich auf brutale Weise vor Augen, wie dringend die sozial-ökologische Transformation für Sicherheit, Menschenrechte und Wohlergehen aller Menschen ist“, wird darin weiter betont.

Ukraine-Krieg: Mehr als 260 ukrainische Soldaten aus Stahlwerk in Mariupol evakuiert

Erstmeldung, Dienstag, 17. Mai, 2022: Kiew – Mehr als 260 ukrainische Soldaten sind aus dem seit Wochen von russischen Truppen belagerten Stahlwerk des Konzerns Asow-Stahl in der Hafenstadt Mariupol evakuiert worden. 53 Schwerverletzte seien am Montag zur Behandlung nach Nowoasowsk und 211 weitere Soldaten nach Oleniwka gebracht worden, erklärte das ukrainische Verteidigungsministerium. Beide Orte liegen in Gebieten unter Kontrolle des russischen Militärs.

Die Soldaten sollen zu einem späteren Zeitpunkt „ausgetauscht“ werden, wie die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maljar in einer Videobotschaft sagte. Seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine am 24. Februar haben Kiew und Moskau bereits mehrere Gefangenenaustausche vorgenommen.

Ukraine-Krieg: Waffenruhe in Mariupol angekündigt

Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor am Montag eine Waffenruhe in Mariupol verkündet, um verletzte ukrainische Soldaten aus dem Stahlwerk zu holen. Moskau hatte „medizinische Einrichtungen“ in Nowoasowsk als Ziel der Evakuierungsaktion genannt. „Wir hoffen, dass wir das Leben unserer Jungs retten können“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. „Ich möchte unterstreichen: Die Ukraine braucht ihre ukrainischen Helden lebend. Das ist unser Prinzip.“

Das Asow-Stahlwerk ist die letzte Bastion der ukrainischen Armee in der strategisch wichtigen Hafenstadt. In Mariupol toben seit Wochen schwere Kämpfe. In den vergangenen Wochen waren zunächst hunderte Zivilisten aus dem riesigen Industriekomplex in Sicherheit gebracht worden. Hunderte ukrainische Soldaten harrten aber weiterhin dort aus. Nach ukrainischen Angaben waren es noch rund 1000, darunter 600 Verletzte.

Der Generalstab der ukrainischen Armee erklärte in der Nacht zum Dienstag, die Soldaten hätten „ihren Kampfauftrag erfüllt“. Die Kommandeure hätten den Befehl, „das Leben“ der verbliebenen Soldaten zu „retten“. Die Bemühungen um deren Entsetzung würden fortgesetzt.

Nach wochenlanger Blockade haben rund 260 ukrainische Soldaten nach Behördenangaben das Asow-Stahlwerk in Mariupol verlassen.

„Leider kann die Ukraine heute Asow-Stahl nicht mit militärischen Mitteln befreien“, erklärte das ukrainische Verteidigungsministerium seinerseits auf Telegram. Dem Generalstab zufolge hatte der erbitterte Widerstand der Soldaten in Mariupol jedoch den Vormarsch der russischen Streitkräfte auf dei Großstadt Saporischschja, die sich nach wie vor in ukrainischer Hand befindet, entscheidend verlangsamt. (hg/AFP)

Rubriklistenbild: © Alexey Kudenko/dpa

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