Lockdown-Gipfel steht an

Corona-Lockerungen? Umfrage vor Merkel-Gipfel zeigt klares Stimmungsbild

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz. (Archiv)

Wird der Corona-Lockdown trotz sinkender Zahlen verlängert? Vor dem Merkel-Gipfel zeichnet eine neue Umfrage ein klares Meinungsbild in Deutschland.

  • Am Mittwoch treffen sich Bund und Länder um über das weitere Vorgehen in der Corona*-Pandemie zu beraten.
  • Eine Umfrage zeigt nun, dass die meisten Deutschen gegen Lockerungen sind.
  • Allerdings wächst auch die Unzufriedenheit mit dem Krisenmanagement.

Berlin - Am 10. Februar beraten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Länder-Herren erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Die Fallzahlen sinken aktuell. Dennoch sind Lockerungen der geltenden Maßnahmen nicht gesichert. Gerade die Corona-Mutation bereitet den Politikern Sorgen. Bislang stand die Deutsche Bevölkerung bei den Maßnahmen großteils hinter der Politik. Eine neue Umfrage kurz vor dem Gipfel bestätigte dies zwar - zeigt jedoch auch Veränderungen im Denken der Deutschen auf.

Corona-Lockerungen möglich: Umfrage zeigt Stimmung in der Bevölkerung

Jeder zweite Deutsche ist gegen eine Lockerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach sind 37 Prozent für eine Verlängerung der bisherigen Einschränkungen über den 14. Februar hinaus, weitere 13 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Dagegen sind 30 Prozent für eine Lockerung und 13 Prozent für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 7 Prozent machten keine Angaben.

Corona-Politik: Unzufriedenheit wächst

Die Akzeptanz der ergriffenen Maßnahmen schwindet allerdings: Anfang Januar - vor der letzten Verlängerung des Lockdowns - waren noch fast zwei Drittel (65 Prozent) für eine Beibehaltung oder Verschärfung der Maßnahmen. Sehr skeptisch wird auch die Bereitschaft zur Einhaltung der Maßnahmen gesehen. Nur jeder Dritte (33 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass die Einschränkungen ausreichend befolgt werden. 55 Prozent haben dagegen den Eindruck, dass das nicht der Fall ist.

Die Unzufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung in der Corona-Pandemie wächst unterdessen. Nur noch 50 Prozent der Befragten bewerten das Regierungshandeln sehr positiv oder eher positiv. Im Oktober waren es noch 57 Prozent, während der ersten Corona-Welle im April sogar 67 Prozent. Heute zeigen sich 19 Prozent „sehr unzufrieden“ mit dem Krisenmanagement der Regierung und weitere 26 Prozent „eher unzufrieden“. 5 Prozent machen keine Angaben. (dpa/rjs) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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