Insa-Erhebung

Neueste Umfrage: Jamaika im Loch - Hat die SPD alles richtig gemacht?

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Für Union, FDP und Grüne geht es in den Verhandlungen nun in die entscheidende Phase.

Die Jamaika-Verhandlungen stocken - das weiß der Wähler zu bewerten. Laut einer Umfrage verlieren die möglichen Koalitionspartner oder stagnieren. Profiteur ist einmal mehr die Opposition.

Gerade 50 Prozent der Wähler würden für die Jamaika-Parteien votieren, wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl. Das ergab eine aktuelle Erhebung des Forschungsinstituts Insa für Bild, für die 2023 Menschen in der Zeit vom 3. bis zum 6. November befragt wurden.

Der Grund müsste auf der Hand liegen: Die stockenden Verhandlungen um eine Regierungsbildung dürften den Bürgern nicht gefallen.

Grüne und FDP am stärksten betroffen

Besonders die Grünen bekommen das zu spüren. Bei der Bundestagswahl im September feierten sie noch 8,9 Prozent und stiegen in den darauf folgenden Wochen in der Gunst der Wähler weiter bis auf 10 Prozent. Nun sacken die Grünen bis auf 8,5 Prozent ab.

Einen ähnlichen Weg hat die FDP hinter sich. 10,5 hatte die Partei bei der Wahl, fand sich in der Folgezeit mit bis zu 12 Prozent weiter im Aufschwung und landet in dieser Woche doch wieder bei 10,5 Prozent.

Opposition legt zu

Nachdem auch die Unionsparteien bei 31 Prozent stagnieren, verteilen sich die weiteren Prozente auf die Opposition. Die SPD stieg im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 22. Für die Sozialdemokraten scheint es nach dem Umfragetief wieder aufwärts zu gehen. Auch die Linkspartei erholt sich und gewinnt einen halben Prozentpunkt dazu. Mit 10,5 Prozent schließt sie zur FDP auf. Einen halben Prozentpunkt gewinnt auch die AfD hinzu. Die Rechtspopulisten stehen damit aktuell bei 13,5 Prozent.

Insa-Chef Hermann Binkert ist sich sicher: „Das Gezerre um ein Jamaika-Bündnis schadet den beteiligten Parteien.“ Ein Ende der Jamaika-Verhandlungen ist noch nicht in Sicht. Auf die nächsten Trends darf man also gespannt sein.

mke

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