Bundeskabinett berät am Mittwoch

Deutschland will unbewaffneten Soldaten nach Jemen schicken

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Schießübung bei der Bundeswehr

Deutschland könnte sich an der UN-Beobachtermission im Jemen beteiligen. Vorerst soll ein unbewaffneter Soldat entsandt werden.

Berlin - Das Bundeskabinett berät am Mittwoch über die deutsche Beteiligung an der UN-Beobachtermission im Jemen (UN Mission to support the Hodeidah Agreement, UNMHA). Zunächst soll ein unbewaffneter Bundeswehrsoldat entsandt werden, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstag entsprechende Medienberichte bestätigte. Dessen Aufgabe werde die "Informationsauswertung" sein.

Jemen: Krieg mit Saudi-Arabien

Zusätzlich sollten "abhängig von Lage und Aufwuchsentwicklung" der Mission bis zu zehn deutsche Beobachter in den Jemen gesendet werden, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Davon sollen maximal fünf Soldaten und maximal fünf Polizisten sein.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten.

Lesen Sie auch: Die Lage verschlimmert sich immer mehr. Das Bürgerkriegsland Jemen sinkt nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef immer tiefer in die humanitäre Katastrophe

Regierung und Huthi-Rebellen hatten sich im Dezember auf eine Waffenruhe für die Hafenstadt Hodeida verständigt

Vertreter der Regierung und der Huthi-Rebellen hatten sich im Dezember auf eine Waffenruhe für die Hafenstadt Hodeida verständigt. Im Februar einigten sich beide Seiten dann auf die erste Phase eines Truppenabzugs aus Hodeida und zwei weiteren Häfen. Die UN-Beobachtermission überwacht die Umsetzung der Einigung von Hodeida.

AFP

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