Wahltrend: SPD verliert

Union und FDP laut Umfrage erstmals mit Mehrheit

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Der damalige EU-Parlamentspräsident Schulz (SPD) und Bundeskanzlerin Merkel 2014 in Brüssel. Im Herbst gehen die beiden ins Duell ums Kanzleramt. Foto: Olivier Hoslet

Beflügelt vom "Schulz-Hype" sah die SPD dem kommenden Bundestagswahlkampf noch vor wenigen Wochen optimistisch entgegen. Mittlerweile ist die Euphorie verflogen. Nun bringt eine Umfrage erneut schlechte Nachrichten.

Hamburg (dpa) - Die SPD verliert nach einer aktuellen Umfrage weiter an Zustimmung - während Union und FDP erstmals eine Mehrheit für eine schwarz-gelbe Koalition hätten, wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde.

Nach dem Wahltrend von "stern" und RTL verbessern sich CDU/CSU um einen Punkt auf 39 Prozent, die FDP kann ebenfalls um einen Zähler zulegen und wäre mit 9 Prozent drittstärkste Kraft.

Nach der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen büßt die SPD bundesweit weiter an Zustimmung ein und kommt auf 25 Prozent, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Damit liegt sie 14 Prozentpunkte hinter der Union. Bei 8 Prozent stagniert die Linke. Die Grünen und die AfD bleiben unverändert bei je 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrage 22 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz wird der Abstand zwischen Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz größer. Im Vergleich zur Vorwoche kann sich Merkel der Umfrage zufolge um einen Prozentpunkt verbessern, während Schulz nochmals zwei verliert.

Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich jetzt 51 Prozent aller Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 22 für Schulz, der damit 29 Punkte hinter der amtierenden Kanzlerin zurückliegt.

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