Sicherheitskonsultation

US-Generalstabschef in Japan: Nordkorea gemeinsame Bedrohung

+
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe (r) empfängt US-Generalstabschef Joseph Dunford in Tokio. Foto: Andrew Harnik

Die USA und Japan stehen in der Nordkoreakrise eng zusammen. US-Generalstabschef Dunford versicherte dem wichtigen Bündnispartner, die militärische Allianz ihrer beiden Länder sei "felsenfest".

Tokio (dpa) - Die Bündnispartner USA und Japan wollen in der Nordkoreakrise eng kooperieren.

Nordkorea stelle eine gemeinsame Bedrohung dar, erklärte der amerikanische Generalstabschef Joseph Dunford am Donnerstag bei einem Treffen mit seinem japanischen Amtskollegen Katsutoshi Kawano in Tokio, wie japanische Medien berichteten. Beide bekräftigten die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit in Bezug auf die wiederholten Raketentests Nordkoreas.

Bei einer Sicherheitskonsultation in Washington hatten sich die USA und Japan zuvor gegenseitige Unterstützung im Kampf gegen Bedrohungen aus Nordkorea zugesichert. Dies sei für die Region wichtig, erklärte Dunford. Bei einem anschließenden Treffen mit Ministerpräsident Shinzo Abe beschrieb er die Allianz ihrer beiden Länder "insbesondere auf militärischer Ebene" als "felsenfest".

Abe erklärte, er wolle die Allianz mit den USA weiter stärken. Er begrüße die Versicherung US-Präsident Donald Trumps, dass die USA "jede notwendige Maßnahme" ergreifen würden, um die Verbündeten gegen Nordkorea zu beschützen. Dunford hatte zuvor Gespräche in Seoul, ebenfalls Verbündeter Washingtons, und Peking geführt. In China hatte Dunford die Option eines Militäreinsatzes gegen Nordkorea bekräftigt. Peking ist dagegen und mahnte zur friedlichen Lösung.

Medienberichten zufolge will Japan die eigene Raketenabwehr ausbauen. Am Tag von Dunfords Gesprächen in Tokio testete Japan in mehreren Provinzen sein satellitengestütztes Warnsystem zur Alarmierung der Bevölkerung im Fall einer nordkoreanischen Rakete.

Japan hatte dort kürzlich nach Nordkoreas Drohungen gegen die US-Pazifikinsel Guam Raketenabwehrsysteme quer zur möglichen Flugbahn nordkoreanischer Geschosse aufgestellt. Nordkorea hatte damit gedroht, Raketen in Gewässer nahe Guam zu feuern, stellte diese Pläne dann aber zurück. Dennoch übte Japan für diesen Fall.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Fast eine Milliarde für Hyperschallrakete: US-Luftwaffe investiert kräftig

Die US-Luftwaffe hat dem Rüstungshersteller Lockheed Martin fast eine Milliarde Euro für die Entwicklung einer Hyperschallraktete zur Verfügung gestellt.
Fast eine Milliarde für Hyperschallrakete: US-Luftwaffe investiert kräftig

Haftbefehl gegen mutmaßlichen antisemitischen Schläger

Der kurze Film zeigt, wie der Täter auf den jungen Israeli losgeht und ihn mit einem Gürtel schlägt und "Jude, Jude" schreit. Die Empörung ist groß. Sogar die Kanzlerin …
Haftbefehl gegen mutmaßlichen antisemitischen Schläger

Merkel und Macron wollen bei EU-Reform im Sommer liefern

Der Franzose musste wegen der zähen Regierungsbildung in Berlin lange auf eine Antwort warten. Nun will die Kanzlerin in der Debatte um Macrons ehrgeizigen …
Merkel und Macron wollen bei EU-Reform im Sommer liefern

Deutschland sagt Aufnahme von 10.200 Flüchtlingen zu

Wer als Migrant nach Europa kommt, riskiert oft eine gefahrvolle Reise. Wer für ein Umsiedlungsprogramm ausgewählt wird, hat Glück: Er darf legal einreisen. Deutschland …
Deutschland sagt Aufnahme von 10.200 Flüchtlingen zu

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.