Zum Geisteszustand des Präsidenten

Renommierte Psychologen bescheinigen Trump erschreckende Diagnose

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Ist er wirklich verrückt? Die Debatte über den Geisteszustand des Präsidenten nimmt weiter Fahrt auf. 

Ein Buch sorgt für großes Aufsehen in den USA: „Der gefährliche Fall des Donald Trump“ heißt es. In dem Sammelband urteilen mehrere Experten aus Harvard und Yale über den Geisteszustand des US-Präsidenten.

Schon das Vorwort der Herausgeber hat es in sich! Judith Lewis Herman von der Harvard Medical School und Bandy X. Lee von der Universität Yale schreiben, sie wollen mit dem Buch das Land warnen. „Jemand, der mental so instabil ist wie Donald Trump“, sollte „nicht mit der über Leben und Tod entscheidenden Macht der Präsidentschaft ausgestattet sein“, finden sie.

„Der gefährliche Fall des Donald Trump“ (“The Dangerous Case of Donald Trump“) heißt der Sammelband, in dem 27 Psychologen und Psychiater über den Geisteszustand des amtierenden US-Präsidenten Mutmaßungen aufstellen. Der Band ist aus einer Konferenz an der Universität Yale hervorgegangen, die unter dem Motto „Pflicht zu warnen“ stattfand. 

Die Thesen der Experten werfen ein erschreckendes Licht auf den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Trump zeige viele bedenkliche Eigenschaften, die auf eine psychische Störung hinweisen: 

  • "Wahnhafte Loslösung von der Wirklichkeit"
  • "Paranoide Hyperempfindlichkeit"
  • „Gedankenlosigkeit“
  • „Selbstverherrlichung“
  • „Bewunderung für Gewaltherrscher“
  • „Boshaftigkeit“

Besonders drastisch fällt das Urteil von Dr. Lance Dodes aus. Er ist ein früherer Psychiater an der Harvard Universität. Dodes erkennt in der Persönlichkeitsstruktur Trumps mehrere Merkmale eines Soziopathen. Er sei "sadistisch, mitleidlos, grausam, abwertend, unmoralisch, primitiv, kaltschnäuzig, räuberisch, schikanierend, entmenschlichend“, so sein Urteil.

Noch weiter geht Psychologe Philip Zimbardo. Für ihn ist Trump sogar „der gefährlichste Mann der Welt“. Diese Behauptung begründet Zimbardo damit, dass Trump „aus einer persönlichen Qual“ heraus Raketen auf ein anderes Land abfeuern ließ. Er spielt damit auf die Bombardierung einer Militärbasis in Syrien nach dem Giftgas-Angriff auf den Ort Chan Scheichun an. Trump habe sich von den traurigen Szenen zu einem solchen riskanten Schritt bewegen lassen.

Kritik an Ferndiagnosen

Doch es gibt auch Kritik an solchen Urteilen von außen. Die "American Psychiatry Association" verurteilte bereits in der Vergangenheit solche Fremddiagnosen von Ärzten als unethisch. Ohne eine persönliche Untersuchung könne man keine zuverlässigen Diagnosen stellen. 

„Therapeuten gegen Trumpismus“

Tatsächlich war in den vergangenen Monaten die psychische Gesundheit Trumps schon häufiger Thema in den Medien. Lange wurde nur hinter vorgehaltener Hand über die Gerüchte debattiert, doch im Spätsommer brach die Debatte ganz offen aus. Die angesehene Tageszeitung „USA Today“ widmete der Frage über den Geisteszustands Trumps sogar eine Titelgeschichte. 

US-Psychologe John Gartner diagnostizierte schon kurz nach der Amtseinführung bei Trump einen „malignen Narzissmus“ - also eine Art „bösartige Selbstverliebtheit“. Er erkennt bei dem Präsidenten vier Merkmale für diese Diagnose: Narzissmus, Paranoia, eine anti-soziale Persönlichkeitsstörung und Sadismus. Gartner, der zu einer Gruppierung namens „Therapeuten gegen Trumpismus“ gehört, startete sogar eine Online-Petition zur Amtsenthebung Trumps, die bislang von über 67.000 Menschen auf change.org unterzeichnet wurde.

Für eine Amtsenthebung reicht eine Ferndiagnose aber nicht aus

Solche Fremddiagnosen reichen natürlich für eine mögliche Amtsenthebung nicht aus. Zwar kann ein US-Präsident wegen mangelnder psychischer Eignung sein Amt verlieren, hierzu muss er aber persönlich von einem Facharzt untersucht werden. 

Genau eine solche Untersuchung hat die demokratische US-Abgeordnete Zoe Lofgren aus Kalifornien bereits im August gefordert. In einer Pressemitteilung fragte sie: „Leidet der Präsident an einem frühen Stadium von Demenz? Hat der Stress des Amtes eine mentale Krankheit verstärkt, die seine Impulskontrolle beeinträchtigt? Hat eine emotionale Störung den Präsidenten so beeinträchtigt, dass er unfähig ist, seine Pflichten zu erfüllen? Ist der Präsident geistig und emotional stabil?”

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