Nach Trump-Kritik

US-Regierung setzt schärferen Kuba-Kurs um

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Die US-Regierung macht ernst und setzt Trumps Kehrtwende in der Kuba-Politik nun um.

Die US-Regierung hat die Reisebestimmungen nach Kuba verschärft und damit den von Präsident Donald Trump verkündeten Kurswechsel vollzogen.

Washington - Ab Donnerstag dürfen US-Bürger ihre Reisen auf die kommunistische Insel nicht mehr selbst organisieren, sondern müssen spezielle Programme von Reisveranstaltern buchen.

Außerdem müssen sie bestimmte Hotels, Geschäfte, Banken und Tourismusanbieter meiden. Das Außenministerium veröffentlichte am Mittwoch eine Liste mit 180 Unternehmen, für die diese Maßnahme gilt. Sie alle haben Verbindungen zur kubanischen Regierung oder zum Militär. Die Trump-Regierung will so sicherstellen, dass kein Geld an die Führung in Havanna fließt.

Washington hatte die Maßnahmen bereits im Juni angekündigt. Trump setzte sich in einer Rede in Miami von der Politik seines Vorgängers Barack Obama ab und kritisierte die kubanische Regierung scharf.

Während der Amtszeit Obamas hatten die Regierungen der USA und Kubas eine Wende in ihrem jahrzehntelang zerrütteten Verhältnis eingeleitet. Im Sommer 2015 nahmen sie wieder diplomatische Beziehungen auf.

dpa

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