Innenministerium legt Vorschlag vor

US-Regierung will Offshore-Bohrungen in fast allen Gewässern erlauben

+
Innenminister Ryan Zinke.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant, in fast allen Küstengewässern der USA Öl- und Gasbohrungen zu erlauben.

Das Innenministerium legte am Donnerstag einen umstrittenen Vorschlag vor, nach dem auch in bislang geschützten Bereichen im Atlantik und der Arktis nach Öl und Gas gebohrt werden könnte. Die Pläne sind aber noch nicht final.

Die sogenannten Offshore-Bohrungen sind in den USA in einem Fünf-Jahres-Plan reguliert. In dem Entwurf schlägt Innenminister Ryan Zinke 47 mögliche Versteigerungen von Bohrrechten in mehr als 90 Prozent der US-Küstengewässer vor. Die Regierung verspricht sich von dem Schritt zahlreiche neue Arbeitsplätze. Das Innenministerium will nun in einem nächsten Schritt die Meinung der Öffentlichkeit einholen, bevor die Pläne finalisiert werden sollen.

Rick Scott, republikanischer Gouverneur, ist auch dagegen

Gegen das Vorhaben regt sich massiver Widerstand - auch von republikanischer Seite. Viele der Regierungen der betroffenen Bundesstaaten sind gegen Offshore-Bohrungen an ihren Küsten. Auch von Floridas republikanischem Gouverneur Rick Scott kam Kritik. Es sei seine oberste Priorität, Floridas Natur zu schützen, betonte Scott. Er habe um ein Treffen mit Innenminister Zinke gebeten.

Trump hatte das Innenministerium im vergangenen April angewiesen, zu prüfen, ob mehr Öl- und Gastbohrungen möglich sind.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Deutsches Todesopfer half jahrzehntelang in Afghanistan

Es war ein endloser Alptraum. 17 Stunden lang griffen Taliban in Afghanistan ein großes Hotel an. Unter den Opfern ist auch eine Deutsche.
Deutsches Todesopfer half jahrzehntelang in Afghanistan

Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul: Neue Details bekannt

Bei dem jüngsten Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul auf ein internationales Hotel hat es auch ein deutsches Todesopfer gegeben.
Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul: Neue Details bekannt

Pence hofft auf "neue Ära" in Nahost - und verkündet umstrittene Entscheidung

Nach der umstrittenen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Trump äußert sich Mike Pence optimistisch zu neuen Friedensverhandlungen. 
Pence hofft auf "neue Ära" in Nahost - und verkündet umstrittene Entscheidung

„Kein Schritt zurück“: Erdogan hält an umstrittener Syrien-Offensive fest

Die Türkei wird sich nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht durch internationalen Druck von ihrer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG im nordsyrischen …
„Kein Schritt zurück“: Erdogan hält an umstrittener Syrien-Offensive fest

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.