Nach Drohungen von Trump

US-Verteidigungsminister Mattis: Krieg mit Nordkorea wäre "katastrophal"

+
US-Verteidigungsminister James Mattis beschwichtigt im Eklat mit Nordkorea.

Trump setzt im Konflikt mit Nordkorea auf aggressive Kriegsrhetorik. Sein Verteidigungsminister warnt dagegen vor einem Krieg. Dieser wäre „katastrophal“.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat angesichts der verbalen Eskalation im Nordkorea-Konflikt vor einer kriegerischen Auseinandersetzung gewarnt. Ein Krieg wäre "katastrophal", sagte Mattis am Donnerstag in Washington. Er setzte weiter auf Diplomatie. Es seien bereits "diplomatische Ergebnisse" zu sehen und diesen Weg wolle er fortsetzen.

Welche Ergebnisse er meinte, ließ Mattis offen. Womöglich bezog er sich auf die einstimmige Entscheidung des UN-Sicherheitsrats, der am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft hatte, um die Regierung in Pjöngjang im Streit um ihr Raketenprogramm zum Einlenken zu bewegen.

Trump verschärfte den Ton

Die Äußerungen des Pentagon-Chefs stehen im Kontrast zu den Drohungen von US-Präsident Donald Trump, der den Ton gegenüber Nordkorea zuletzt verschärfte. "Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor", sagte er am Donnerstag. Pjöngjang sollte "sehr, sehr nervös" sein, selbst wenn es nur über einen Angriff auf die USA oder ihre Verbündeten nachdenke.

Am Dienstag hatte Trump gesagt, er werde mit "Feuer und Wut" auf weitere Provokationen aus Nordkorea reagieren. Daraufhin drohte das weitgehend isolierte Land mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam. Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6000 US-Soldaten stationiert.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

GroKo im News-Ticker - Unionsspitzen bereiten am Montag Koalitionsverhandlungen vor

Es ist schon jetzt die längste Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik. Die SPD fällte einen staatstragenden Beschluss - die GroKo-Verhandlungen sollen …
GroKo im News-Ticker - Unionsspitzen bereiten am Montag Koalitionsverhandlungen vor

Trotz „Shutdown“: Freiheitsstatue in New York öffnet am Montag wieder 

In den festgefahrenen Streit um den Zwangsstillstand der US-Regierung kommt Bewegung. Der Senat nahm am Sonntag in Washington seine Beratungen wieder auf - und die …
Trotz „Shutdown“: Freiheitsstatue in New York öffnet am Montag wieder 

Grünes Licht für Koalitionsverhandlungen - Konflikte inbegriffen

Verhandeln bis es quietscht - Andrea Nahles sagt, was nach dem Ja des SPD-Parteitags in den Koalitionsverhandlungen ansteht. Die SPD will mehr, als die Sondierungen …
Grünes Licht für Koalitionsverhandlungen - Konflikte inbegriffen

SPD ringt sich zu Koalitionsverhandlungen durch

Verhandeln bis es quietscht - Andrea Nahles sagt, was nach dem Ja des SPD-Parteitags in den Koalitionsverhandlungen ansteht. Die SPD will mehr, als die Sondierungen …
SPD ringt sich zu Koalitionsverhandlungen durch

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.