Zusätzliche Informationen

US-Visumsantrag fordert künftig auch Social-Media-Auskünfte

+
Reisende am Flughafen von Salt Lake City: Antragsteller für ein US-Visum werden künftig auch nach ihren Social-Media-Kontakten gefragt. Foto: George Frey/EPA

Washington (dpa) - Antragsteller für ein US-Visum werden künftig auch nach ihren Social-Media-Kontakten sowie nach Telefonnummern und E-Mail-Adressen gefragt. Das US-Außenministerium bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte.

"Das US-Außenministerium hat seine Antragsformulare für Migranten- und Nicht-Migranten-Visa angepasst, um von den meisten Antragstellern zusätzliche Informationen zu erfragen, darunter auch Social-Media- Identifikation", heißt es in einer Stellungnahme. Die Maßnahme war bereits 2017 angekündigt worden.

Die zusätzlichen Informationen sollen dazu beitragen, die Identität des Antragstellers abzusichern. Damit könne noch besser gewährleistet werden, dass legitime Reisende einreisen können und die Nationale Sicherheit gewährleistet werde.

Bisher mussten nur Antragsteller ihre Social-Media-Kontakte und E-Mail-Konten angeben, die zuvor in Ländern unterwegs waren, die von Terrororganisationen kontrolliert werden. Künftig werden fast alle der jährlich 15 Millionen Visa-Antragsteller betroffen sein.

Auf den Antragsformularen werden bestimmte Social-Media-Plattformen vorgegeben. Freiwillig können die Antragsteller - falls vorhanden - auch noch weitere Kontakte angeben.

Die meisten Touristen und Besucher, die in die USA aus Deutschland einreisen, nutzen kein Visum, sondern das Programm ESTA, das den Verzicht auf ein Visum bei einer befristeten Aufenthaltsdauer vorsieht.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Sigmar Gabriel bald Aufsichtsrat - so wetterte er früher über die Deutsche Bank 

Sie fühlen sich verraten und sind enttäuscht: Viele Sozialdemokraten sind sauer auf den Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel. Der Grund: Sein neuer Job. 
Sigmar Gabriel bald Aufsichtsrat - so wetterte er früher über die Deutsche Bank 

Kita schafft Fasching ab: Verkleidungsverbot für Kinder - Begründung sorgt für Empörung

Eine Kita in Erfurt hat Fasching kurzerhand gestrichen - Kinder dürfen am Rosenmontag nicht verkleidet erscheinen. Die Begründung des Kita-Betreibers macht viele wütend. 
Kita schafft Fasching ab: Verkleidungsverbot für Kinder - Begründung sorgt für Empörung

Impeachment: Trumps Verteidiger weisen Vorwürfe zurück

Nach drei langen Tagen mit der Präsentation der Ankläger im Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump sind nun die Verteidiger am Zug. Sie widersprechen den Vorwürfen …
Impeachment: Trumps Verteidiger weisen Vorwürfe zurück

AfD-Bundesschatzmeister tritt zurück

Um die Finanzen der AfD gibt es seit Längerem Querelen. Jetzt tritt der Bundesschatzmeister der Rechtspopulisten zurück.
AfD-Bundesschatzmeister tritt zurück

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.