Tillerson-Nachfolger Pompeo

Harte Linie gegen Russland und Iran: Designierter US-Außenminister will Führungsrolle für Amerika

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Rex Tillersons Nachfolger als US-Außenminister: Mike Pompeo.

Krieg sei immer das letzte Mittel in der Außenpolitik. Vorzuziehen sei allerdings eine „unnachgiebige Diplomatie“, sagte der neue US-Außenminister am Donnerstag

Washington - Der designierte US-Außenminister Mike Pompeo hat am Donnerstag bei seiner Nominierungsanhörung vor US-Senatoren die internationale Führungsrolle der USA betont. „Keine andere Nation hat dieselbe Mischung aus Macht und Prinzipien“, sagte Pompeo vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats. Amerika sei in einzigartiger Weise gesegnet, was auch eine Verpflichtung zu einer Führungsrolle beinhalte.

Das Führen eines Krieges sei jedoch immer das letzte Mittel. „Ich würde es bevorzugen, die Ziele der Außenpolitik des Präsidenten mit unnachgiebiger Diplomatie zu erzielen, statt junge Männer und Frauen in den Krieg zu schicken“, sagte er in seinem vom Weißen Haus verbreiteten Eröffnungsstatement.

Pompeo kündigte eine harte Linie gegenüber Russland sowie gegen den Iran an. „Irans Aktivitäten in Syrien, im Irak und im Libanon bedrohen die schiere Existenz Israels“, sagte Pompeo. Das weltweite Agieren der vom Iran unterstützten Hisbollah bedrohe sogar die USA auf eigenem Boden.

Pompeo wird als Falke gesehen 

US-Präsident Donald Trump hat den bisherigen Direktor des Geheimdienstes CIA als Außenminister vorgeschlagen, nachdem Amtsinhaber Rex Tillerson wegen unterschiedlicher politischer Auffassungen mit dem Präsidenten entlassen worden war. Tillerson wurde auch intern vorgeworfen, die Besetzung wichtiger Posten im Ministerium nicht mit ausreichendem Nachdruck voranzutreiben.

Pompeo wird von vielen Kommentoren als außenpolitischer Falke bezeichnet. Als Mitglied des US-Kongresses wandte er sich unter anderem gegen das unter Präsident Barack Obama und Außenminister John Kerry abgeschlossene Atomabkommen mit dem Iran.

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dpa

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