Nach massiven Protesten von Naturschützern

Trump legt Einfuhrgenehmigung für Elefanten-Trophäen wieder auf Eis

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US-Präsident Donald Trump.

Nach massiven Protesten von Naturschützern hat US-Präsident Donald Trump die Erlaubnis zur Einfuhr von Trophäen von Großwildjägern wieder auf Eis gelegt.

Washington - Angesichts der weltweiten Proteste hat US-Präsident Donald Trump die Genehmigung des Imports von Elefantentrophäen aus den afrikanischen Staaten Simbabwe und Sambia doch wieder auf Eis gelegt. Trump kündigte am Freitagabend (Ortszeit) über den Kurzbotschaftendienst Twitter an, dass er die Entscheidung aussetze, bis er „alle Fakten über den Artenschutz“ geprüft habe.

Noch wenige Stunden zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders die Entscheidung verteidigt, das seit 2014 bestehende Verbot der Einfuhr solcher Elefantentrophäen aufzuheben. Der dem Innenministerium in Washington unterstellte United States Fish and Wildlife Service (USFWS) hatte am Donnerstag erklärt, Sportjäger dürften wieder Trophäen von in Simbabwe und Sambia erlegten Elefanten in die USA einführen. Damit wäre ein von Trumps Vorgänger Barack Obama erlassenes Verbot rückgängig gemacht worden.

Für die Aufhebung des Importverbots eingesetzt hatte sich die mächtige US-Waffenlobby NRA und der Jagd-Lobbyverband Safari Club International Foundation. Umwelt- und Tierschützer liefen dagegen Sturm und bezeichneten die von der Behörde aufgeführten Gründe als verlogen.

Bardot: Trump „ungeeignet für das Regieren“

Zuletzt hatte auch die französische Filmlegende Brigitte Bardot, die als radikale Tierschützerin bekannt ist, harsche Kritik an der US-Entscheidung und an Trump geübt. „Kein Despot der Welt kann die Verantwortung dafür übernehmen, solch alte Tierarten zu töten, die Teil des Welterbes der Menschheit sind", schrieb sie in einem Brief an den US-Präsidenten. Der Elefant sei ein „einzigartiges, magisches, heiliges, verehrtes und geschütztes Tier“. An Trump gewandt erklärte die 83-Jährige: „Ihre beschämenden Taten bestätigen die Gerüchte, wonach sie ungeeignet für das Regieren sind.“

Laut der Organisation Great Elephant Census ist die Zahl der Elefanten in Afrika zwischen 2007 und 2014 um 30 Prozent gesunken. In Simbabwe betrug der Rückgang sieben Prozent. Trumps Söhne sind als große Anhänger der Trophäenjagd bekannt. Kürzlich hatte ein Foto von Donald Trump Junior im Internet die Runde gemacht, auf dem er vor einem erlegten Elefanten mit einem Messer in der einen und dem abgetrennten Schwanz des Tieres in der anderen Hand posiert.

AFP/dpa

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