Vermehrte Todesdrohungen

“Ich muss mein Leben schützen“: Brasilianischer Politiker verlässt das Land - Triumph der Rechten?

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Seit Anfang des Jahres ist der neue Präsident Brasiliens, der rechtspopulistische Jair Bolosnaro, nun im Amt. Schon fordert sein Regierungsstil das erste berühmte Opfer. 

Der homosexuelle Abgeordnete Jean Wyllys in Brasilien hat nach Todesdrohungen angekündigt, sein Amt niederzulegen und damit massive Kritik an der Regierung ausgelöst.

„Wenn ein furchtloser und mutiger Parlamentarier wie der Abgeordnete Jean Wyllys seine Anwesenheit im Land nicht für sicher hält, wird die Demokratie nicht nur bedroht, sondern auch tief verwundet“, erklärte Brasiliens ehemalige Präsidentin Dilma Rousseff am Freitag auf Twitter. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schrieb auf ihrer Internetseite: „Eine Stimme der LGBT-Rechte wurde zum Schweigen gebracht.“

Außerdem erschüttert gerade der Staudammbruch in Brasilien das Land.

Wyllys: Verzicht auf dritte Amtszeit unter Bolsonaro-Regierung

Wyllys hatte am Donnerstag in einem Interview der Tageszeitung „Folha de S. Paulo“ erklärt, er werde sein Mandat abgeben und das Land verlassen, da er sich nicht mehr sicher fühle.

Sein eigenes Leben zu erhalten, sei auch eine Strategie für bessere Tage zu kämpfen, schrieb Wyllys am Donnerstag auf Twitter. Wyllys von der Partei für Sozialismus und Freiheit (PSOL) war im Oktober wiedergewählt worden.

Im Februar sollte er eigentlich seine dritte Amtszeit antreten. In der Vergangenheit war er wiederholt mit dem jetzigen Präsidenten Jair Bolsonaro aneinandergeraten. Bolsonaro ist für seine ablehnende Haltung gegenüber Homosexuellen bekannt.

Steigende Gewalt gegen Homosexuelle in Brasilien

Dass Bolsonaro nun Präsident sei, sei nicht der Grund, warum er das Land verlasse, so Wyllys im Interview. Vielmehr gehe es um die generell zunehmende Gewalt gegen Mitglieder der Homosexuellen-, Bisexuellen- und Transsexuellengemeinde. Diese könnten aber durch die offene Ablehnung des Präsidenten einen enormen Schub bekommen haben.

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kah

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