Nach wochenlanger Suche

Vermisstes U-Boot: Minister bestätigt Tod der gesamten Besatzung

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Die ARA San Juan war am 15. November spurlos verschwunden.

Argentiniens Verteidigungsminister hat erstmals offiziell vom Tod der Besatzung des vermissten U-Boots gesprochen.

Buenos Aires - Bislang hatte die Marine diesen Begriff vermieden und gesagt, die Suche nach Überlebenden an Bord der seit rund drei Wochen verschollenen „ARA San Juan“ sei eingestellt worden.

Verteidigungsminister Oscar Aguad bestätigte den Tod der 44 Besatzungsmitglieder am Montag (Ortszeit) als Antwort auf eine Interviewfrage, ob alle Menschen an Bord des U-Boots tot seien: „Genau, so ist es.“ Einem Bericht der Marine zufolge sei „menschliches Leben nicht vereinbar“ mit den extremen Umweltbedingungen in der Unglücksregion und der seit dem Unglück vergangenen Zeit, sagte Aguad dem Sender Todo Noticias.

Das U-Boot war am 15. November spurlos verschwunden. Es wird davon ausgegangen, dass es an Bord eine Explosion gab, womöglich wegen eines Kurzschlusses. Der Minister fügte hinzu, es gebe einen Korruptionsverdacht bei Modernisierungsarbeiten, die an dem U-Boot von 2007 bis 2014 durchgeführt worden waren. Es habe Berichte gegeben, dass etwa minderwertige Materialien verwendet worden seien. Angehörige der Besatzung werfen der Marine schwere Versäumnisse vor.

dpa

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