Wichtiges Transitland

Gespräche über Terror: Von der Leyen in Niger eingetroffen

Ankunft in Niger: Ursula von der Leyen wird am Flughafen in Niamey von ihrem nigrischen Amtskollege Kalla Moutari begrüßt. Foto: Britta Pedersen
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Ankunft in Niger: Ursula von der Leyen wird am Flughafen in Niamey von ihrem nigrischen Amtskollege Kalla Moutari begrüßt. Foto: Britta Pedersen

Niamey (dpa) - Nach dem Besuch der deutschen Soldaten in Mali ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) heute in dem westafrikanischen Land Niger gelandet. Sie will dort politische Gespräche über Terror, Sicherheit und Migration führen.

Der Niger ist ein wichtiges Transitland für Migranten Richtung Europa. Unter anderem will von der Leyen den nigrischen Staatspräsidenten und ihren nigrischen Amtskollegen treffen.

Mit der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly ist am Nachmittag eine Besichtigung der Baustelle des künftigen Hauptquartiers der sogenannten G5-Sahelstaaten vorgesehen. Die Bundesregierung will an die nigrischen Sicherheitskräfte Fahrzeuge und Handys übergeben, um die Regierung im Kampf gegen Islamisten, Schleuser und Schmuggler zu unterstützen.

Die G5-Sahel wurde 2014 ins Leben gerufen. Dabei sind die westafrikanischen Staaten Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und der zentralafrikanische Tschad. In der bitterarmen Region sind islamistische Terrormilizen aktiv. Die Bundesregierung will die Region stabilisieren, damit die Sahelzone den Terroristen nicht mehr als sicherer Rückzugsort zur Verfügung steht. Zudem greifen die Islamisten immer wieder die UN-Friedenstruppe in Mali an, die den westafrikanischen Staat stabilisieren soll.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen betrachtet den tödlichen Hubschrauber-Absturz von zwei Soldaten in Mali als die schlimmste Erfahrung in ihrer Zeit als Ministerin.

"Das war der schwerste Moment für mich, nicht nur als Verteidigungsministerin, sondern in meiner gesamten Zeit als Ministerin über die letzten 14 Jahre", sagte die CDU-Politikerin in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur heute. "Man spürt in einem solchen Moment die ganze Wucht der Verantwortung, aber auch die tiefe Trauer, die die Bundeswehr jetzt trägt." Als Verteidigungsministerin fühle sie sich verantwortlich.

Dennoch sei die Friedensmission in Mali "eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste" Mission der Vereinten Nationen. "Es geht um die Stabilität der gesamten Sahelzone."

Am Mittwoch kamen zwei Soldaten bei einem Hubschrauber-Absturz in Mali ums Leben. Es sind die ersten Todesfälle der Bundeswehr im Einsatz seit zwei Jahren. Die Ursache ist noch unklar.

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