"Spiegel"

Viele BKA-Bewerber scheitern am Deutschtest

Berlin - Da kommen Zweifel am deutschen Bildungssystem auf: Das Bundeskriminalamt (BKA) kann einem "Spiegel"-Bericht zufolge viele Stellen nicht besetzen, weil die Bewerber am Deutschtest scheitern.

Wie das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sollten von den 317 Stellen, die in diesem Jahr neu geschaffen wurden, 120 mit Kommissarsanwärtern besetzt werden. Bislang traten aber nur 62 ihre Ausbildung an, was nach Aussage des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vor allem am Rechtschreibtest lag.

Dem BDK zufolge, auf den sich der "Spiegel" bezieht, war der Test im Aufnahmeverfahren auch für Bewerber mit Abitur ein Problem. "Die Hürden bei der Aufnahmeprüfung wurden schon in den vergangenen Jahren bei der Polizei in den Ländern und beim Bund gesenkt", sagte der BDK-Vorsitzende André Schulz dem Nachrichtenmagazin. Das betreffe etwa Alter, Größe und den Sporttest. "Wenn nun auch der Deutschtest reduziert oder gar abgeschafft wird, muss man sich schon fragen, was mit unserem Bildungssystem nicht in Ordnung ist."

Das Bundesinnenministerium erklärte dem Bericht zufolge, an den Tests festhalten zu wollen. Allerdings sollten die Anforderungen im kommenden Jahr "modernisiert" werden.

afp

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