„Visa Waiver“-Programm

US-Regierung prüft strengere Visaregeln für Europäer

+
Homeland-Security-Chef John Kelly in Washington.

Washington - Es könnte das Ende des visafreien Reisens zwischen Europa und den USA sein. Donald Trumps Regierung überlegt, das „Visa Waiver“-System einzuschränken.

Die US-Regierung stellt das „Visa Waiver“-System mit Europa auf den Prüfstand. Das hat der Leiter der US-Homeland-Security John Kelly angekündigt.

Die aktuellen Regeln - mit denen Deutsche für bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA einreisen dürfen - sollten angesichts gestiegener Terrorismusgefahr überprüft werden, sagte Kelly bei einer Rede in Washington. Konkreter wurde er nicht.

Angst vor IS-Kämpfern

Viele Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates würden wieder in ihre europäischen Heimatländer zurückkehren. „Die meisten dieser Länder sind ‚Visa Waiver‘-Länder“, sagte Kelly. „Wir müssen sehr streng auf das Programm schauen - es nicht stoppen oder irgendetwas Übertriebenes tun, aber streng darauf schauen und fragen: ‚Was müssen wir ändern?‘“

„Visa Waiver“-Länder sind neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien auch Australien, Südkorea, Chile oder Japan.

Die Planungen zu „Visa Waiver“ sind der jüngste Schritt der US-Regierung, ihre Grenzen besser zu kontrollieren. Außerdem sollen Handys und Tablets strenger kontrolliert werden. Auch gelten für Länder ohne das „Visa Waiver“-Programm inzwischen strengere Visaüberprüfungen.

bew

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Weltweit Millionen junge Arbeitslose

Genf (dpa) - Weltweit sind nach einer neuen UN-Analyse 70,9 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 13,1 Prozent, …
Weltweit Millionen junge Arbeitslose

Simbabwe: Regierungspartei leitet Mugabes Amtsenthebung ein

Simbabwes Regierungspartei leitet ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Mugabe ein. Denn der alte Mann klammert sich an die Macht. Die Putschisten scheinen hilflos.
Simbabwe: Regierungspartei leitet Mugabes Amtsenthebung ein

CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu

Auch die CDU hat dem Vertrag zur Bildung der großen Koalition in Niedersachsen zugestimmt. Sie plant nach einer selbstkritischen Wahlkampfanalyse die Neuaufstellung. Nun …
CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu

Mehrheit ist für Neuwahlen, Umfrageschelte für FDP

Knapp die Hälfte der Bundesbürger befürwortet nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen Neuwahlen. Die FDP erntet für das Verlassen der Sondierungen Kritik.
Mehrheit ist für Neuwahlen, Umfrageschelte für FDP

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.