Transatlantische Beziehungen

Von der Leyen kontert Trump-Vorwurf

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat auf die Vorwürfe aus Washington reagiert. 

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die USA zur Würdigung des deutschen Engagements in der Nato aufgefordert. Sie reagiert auch auf einen Vorwurf aus Washington.

Berlin - Die USA müssten „anerkennen, was die einzelnen Nationen im Alltag zur Nato beitragen“, sagte von der Leyen der italienischen Zeitung „La Repubblica“ (Samstag), die mit der „Welt“ in der Zeitungskooperation Lena verbunden ist.

So engagiere sich die Bundesrepublik bei der Unterstützung der osteuropäischen Bündnispartner, im Kosovo und im Rahmen der Mission „Resolute Support“ in Afghanistan. „Daneben sind wir unter dem Dach der EU oder in Friedensmissionen für die Vereinten Nationen für die gemeinsame Sicherheit aktiv, zum Beispiel im Mittelmeer oder in Mali.“ Auch im Kampf gegen den IS engagiere sich Deutschland.

Zum Vorwurf von US-Präsident Donald Trump, Deutschland schulde der Nato „riesige Summen“, sagte von der Leyen: „Wir haben alle in der Allianz vereinbart, innerhalb der nächsten Dekade das Ziel erreichen zu wollen, zwei Prozent unseres BIP in die Verteidigung zu investieren.“ Ein moderner Sicherheitsbegriff umfasse aber mehr, als nur den militärischen Bereich. Sicherheit entstehe nicht nur durch Militär, sondern ebenso durch wirtschaftliche wie humanitäre Hilfe und Diplomatie. „Da leisten die einen Länder wenig und die anderen viel. Auch darüber müssen wir mit den USA reden“, sagte von der Leyen.

dpa

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