Vorbildliche U3-Versorgung

Beim Treffen von Politik und Kindergartenleiterinnen kamen auch die aktuellen Probleme der Kitas zur Sprache. 	Foto: Privat
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Beim Treffen von Politik und Kindergartenleiterinnen kamen auch die aktuellen Probleme der Kitas zur Sprache. Foto: Privat

Werra-Meißner. Im Rahmen eines fortgesetzten Dialogs zwischen Politik und Kindertageseinrichtungen im Werra-Meißner-Kreis kam es im Kindergarten St.

Werra-Meißner. Im Rahmen eines fortgesetzten Dialogs zwischen Politik und Kindertageseinrichtungen im Werra-Meißner-Kreis kam es im Kindergarten St. Bonifatius in Bad Sooden-Allendorf zu einem Gedankenaustausch zwischen dem lokalen Landtagsabgeordneten Dirk Landau, der familienpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Bettina Wiesmann, sowie der Arbeitsgemeinschaft der Kindergartenleiterinnen des Werra-Meißner-Kreises.

Die beiden Christdemokraten machten sich ein umfassendes Bild vom Stand des Ausbaus im Bereich der U3 Betreuung und nutzten gleichzeitig die Gelegenheit, um mit den Verantwortlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen über familienpolitische Themen wie Betreuungsleistungen für Kinder und die Berufssituation der Kindergärtnerinnen.

"Die Situation in Bad Sooden-Allendorf ist sehr erfreulich. Mit einer Versorgungsquote von 41,1 Prozent liegt man sogar über der Durchschnittsquote von derzeit 30,5 Prozent in Hessen", sagte Wiesmann bei der Expertenrunde und Landau ergänzte: "Überhaupt ist der Werra-Meißner-Kreis auf einem guten Weg, so ist die vorgeschriebene Versorgungsquote von 35 Prozent bis 2013 fast seit September 2011 erreicht, da lag man schließlich schon bei 34,2 Prozent". Das sei auch gut so, der reale Bedarf sei deutlich höher, erklärte die Frankfurterin Wiesmann in Bad Sooden-Allendorf. Die tatsächliche Nachfrage liege bei 39 Prozent, Tendenz steigend.

Neben der Quantität der Plätze müsse aber auch die Qualität stimmen. Eine ausreichende Zahl von Erziehern sei elementar, um die pädagogische Güte der Betreuung sicherzustellen. Laut einer Studie zum Fachkräftemangel habe das Sozialministerium bereits den Bedarf analysiert. Demnach fehlen ca. 3500 Erzieher. "Zusätzliche Angebote und ein verändertes Aufgabenspektrum", so Landau, " tragen dazu bei!"

Erziehung in Familien nehme ab

Es kamen auch die Probleme zur Sprache, die nach Aussage der Kindergartenleiterinnen die Arbeit belasten und letztlich den Beruf derzeit unattraktiv machen. Da ist das Fehlen eines Kontingentes Ausfallstunden, mit dem Urlaub, Krankheit und Fortbildung von Mitarbeiterinnen aufgefangen werden. Oder die notwendige Berücksichtigung von Verteilzeiten für u.a. Vor- und Nachbereitung sowie die geforderte Anerkennung von Leitungstätigkeiten. Den beiden Abgeordneten wurde vorgetragen, dass die Arbeit in Kindertagesstätten zunehmend zum Reparaturbetrieb werde, weil die Erziehungsleistung von Familien abnehme. "Da müssen 4-jährige teils noch gewickelt werden müssten", nennt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Groß-Albenhausen, als Beispiel, "etwas, was es früher nicht gab!"

Insgesamt sehen Bettina M. Wiesmann und Dirk Landau die CDU im Bereich der Familienpolitik gut aufgestellt: "Das Land investiert 2012 rund 350 Millionen Euro in frühkindliche Bildung. Unsere Politik zielt sowohl auf die Quantität als auch auf die Qualität in der Kinderbetreuung ab. Mit dem Bildungs- und Erziehungsplan von 0-10 Jahren haben wir einen anerkannten Qualitätsrahmen geschaffen. Dieser ist mit seinem umfassenden Blick auf die kindliche Entwicklung von der Geburt bis zum 10. Lebensjahr bundesweit vorbildlich und stellt die Basis für frühkindliche Bildung in Hessen dar. Unser Dank gilt besonders allen Erzieherinnen und Erziehern, Tagesmüttern und Tagesvätern, die einen maßgeblichen Anteil an der hohen Qualität der außerfamiliären Kinderbetreuung in Hessen haben". Die Wünsche und Sorgen der Kindergartenleiterinnen, sagten beide zu, werden in Wiesbaden eingebracht.

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