Landtagswahl in Niedersachsen

Wahl-Analyse: Welche „Partei“ eigentlich gewonnen hat - Die Hochburgen der CDU

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SPD gewinnt in allen Wahlkreisen dazu, Grüne und FDP verlieren. Alle Zahlen zur Wahl finden Sie hier.

Die CDU hat bei der Landtagswahl in Niedersachsen in bestimmten Regionen gegen den Trend dazugewonnen. Was das mit den Nicht-Wählern zu tun hat und viele weitere Erkenntnisse, erfahren Sie in unserer Wahl-Analyse in Grafiken und Karten:

Hannover - Nach der Schlappe bei der Bundestagswahl am 24. September war das Ergebnis der Landtagswahl in Niedersachsen für die SPD ein echter Erfolg: Ministerpräsident Stephan Weil konnte mit seiner Partei stärkste Kraft werden, holte sogar das beste Ergebnis seit 1998.

Im Vergleich zur Landtagswahl 2013 konnte die SPD insgesamt 4,3 Prozent zulegen. Schaut man sich die Wahlkreise aber genauer an, wird deutlich, dass die Sozialdemokraten nicht in allen Wahlkreisen gleich beliebt sind. So auch bei den Grünen: Sie wurden bei der Wahl mit 8,7 Prozent zwar drittstärkste Kraft, in einigen Wahlkreisen schaffte es aber auch die AfD auf diese Position. 

Wir haben uns die Zahlen der einzelnen Wahlbezirke mal genauer angeschaut:

Die Hochburgen der Parteien bei der Bundestagswahl

Nicht in allen Wahlkreisen in Niedersachsen haben die Bürger so abgestimmt wie es das Endergebnis zeigt: Denn gerade die CDU, die eigentlich bei dieser Wahl deutlich verloren hat, hat in Niedersachsen offenbar noch zwei Hochburgen: Denn in Lingen und in Meppen, direkt an der Grenze zu den Niederlanden, erhielt die CDU deutlich über 50 Prozent, während die SPD dort nicht einmal halb so viele Stimmen erhielt. 

Und auch die AfD hat einige Hochburgen in Niedersachsen: Vor allem in den Wahlkreisen am südöstlichen Rand des Bundeslandes wurde die Alternative für Deutschland teilweise drittstärkste Kraft.

Die genauen Ergebnisse der Parteien in den jeweiligen Wahlkreisen, haben wir Ihnen in dieser Karte zusammengestellt:

Nutzen Sie die Reiter, um zwischen den verschiedenen Parteien hin- und herzuschalten. Der gerade aktive Reiter ist farbig unterlegt.

Hier machten die Parteien Gewinne (grün) und Verluste (rot)

Wie die Karte zeigt, konnte die CDU nur in zwei Wahlkreisen mehr Stimmen als noch 2013 einholen. Ansonsten erzielte die Partei Verluste von bis zu 7,6 Prozent.

Die SPD dagegen erhielt in allen Wahlkreisen mehr Unterstützung als zuvor. Auch die Linke konnte in allen Wahlkreisen zulegen - für einen Einzug in den Landtag reichte es aber dennoch nicht. Grüne und FDP verloren überall an Zustimmung.

So war die Wahlbeteiligung in den Wahlbezirken

Insgesamt gingen bei der Landtagswahl in Niedersachsen mehr Bürger zu Wahl als noch 2013. Das zeigt auch die Karte: In alle Wahlkreisen gaben in diesem Jahr mehr Menschen ihre Stimme ab als zuvor. 

Der Unterschied zwischen den Wahlkreisen ist jedoch deutlich: Während in einigen Orten die Beteiligung bei über 67 Prozent lag, gingen andernorts nur knapp 60 Prozent zur Wahlurne. In ganz Niedersachsen lag die Wahlbeteiligung bei 63,1 Prozent.

Hier haben die meisten Bürger nicht abgestimmt

Trotz der hohen Wahlbeteiligung, gibt es immer noch viele Menschen die ihre Stimme nicht abgegeben haben. Diese Karte zeigt Ihnen, in welchen Wahlkreisen die meisten Nicht-Wähler leben. 

Auf den ersten Blick fällt auf, dass - außer in drei Wahlkreisen - die Nicht-Wähler die größte Gruppe sind. Interessant ist auch, dass ausgerechnet in diesen drei Wahlkreisen nicht etwa die SPD, sondern die CDU stärkste Kraft ist. Wo sonst noch viele Nicht-Wähler wohnen, können Sie sich in dieser Karte genau anschauen.

Nichtwähler: Haben wir eine schweigende Mehrheit?

Würden alle Nicht-Wähler eine Partei bilden, so wären sie die größte Gruppe bei dieser Wahl in Niedersachsen: Mit 36,9 Prozent lassen sie alle anderen Parteien weit hinter sich. Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass alle Nicht-Wähler nur eine einzige Partei wählen würden - dennoch zeigt dieser Wert, dass es eine große Zahl an schweigenden Bürger gibt.

Alles rund um die Landtagswahl in Niedersachsen, können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.

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