Schleswig-Holstein wählt - FDP wackelt

Kiel - In Schleswig-Holstein hat am Sonntagmorgen die mit Spannung erwartete zweite Landtagswahl dieses Jahres begonnen. Seit 8.00 Uhr dürfen gut 2,2 Millionen Wahlberechtigte im Norden ihre Stimmen abgeben.

Update vom 24. Februar 2017: Auch im hohen Norden Deutschlands wird im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 ein neuer Landtag bestimmt: Im Mai 2017 sind die Bürger in Schleswig-Holstein aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Wir haben bereits die wichtigsten Fragen und Antworten zur Landtagswahl 2017 in Schleswig-Holstein zusammengefasst.

Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Prognosen von ARD und ZDF werden unmittelbar danach erwartet.

Die bisher in einer schwarz-gelben Koalition regierende CDU will mit ihrem Spitzenkandidaten Jost de Jager wieder stärkste Partei werden. Dabei wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD erwartet. Die Sozialdemokraten mit dem Spitzenkandidaten Torsten Albig streben ein Bündnis mit Grünen und Südschleswigschem Wählerverband (SSW) an.

Die bundesweit kriselnde FDP mit ihrem Kieler Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki hat nach jüngsten Umfragen wieder bessere Chancen, erneut in den Landtag zu kommen. Dort wird erstmals auch die Piratenpartei erwartet. Für die Linke sind die Aussichten auf einen Wiedereinzug in das Parlament eher schlecht.

Bei der Landtagswahl im September 2009 erzielte die CDU 31,5 Prozent, die SPD 25,4 Prozent, die FDP 14,9 Prozent und die Grünen 12,4 Prozent. Die Linke erhielt 6 Prozent und der SSW 4,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,6 Prozent.

Ob die Nord-SPD eine Koalition mit Grünen und SSW - die sogenannte Dänen-Ampel - bilden kann, hängt auch vom Ergebnis der FDP und der Piraten ab. Die CDU will so viele Stimmen holen, dass eine Regierungsbildung ohne sie nicht möglich ist. Eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition ist nach den Umfragen nicht in Sicht.

Ende März war im Saarland ein neuer Landtag gewählt worden, CDU und SPD bilden nun eine große Koalition. Am kommenden Sonntag folgt die Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.

dpa

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