"Wahlplakat-Streit": Jetzt spricht Landaus Kontrahent Stenzel

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Großalmerode.  Der Begriff "Wahlkampf" war wohl noch nie so angebracht, wie für die Situation, die sich am Samstag in Großalmerode ereig

Großalmerode.  Der Begriff "Wahlkampf" war wohl noch nie so angebracht, wie für die Situation, die sich am Samstag in Großalmerode ereignet hat. Denn da, und da sind sich beide Seiten einig, sind Dirk Landau von der CDU und Siegbert Stenzel von Die Linke aneinander geraten. Doch über den genauen hergang sind sich beide Seiten nicht einig.

Die Situation

Stenzel brachte in Großalmerode bereits Anfang der Woche Wahlplakate von der Partei Die Linke in Großalmerode entlang der Hauptstraße an. Am Samstag folgte dann die CDU mit ihren Plakaten, wie es den Aussagen der beiden Akteure zu entnehmen ist. Dann gehen die Schilderungen auseinander.

Siegbert Stenzel (Die Linke): "Am Samstag wurde ich von Zeugen beim Einkaufen darauf aufmerksam gemacht, dass Herr Landau Plakate von unserer Partei beschädigt bzw. heruntergerissen habe. Als ich Herrn Landau sah, habe ich ihn darauf angesprochen, worauf er mir mich beleidigte und mir sagte, er könne machen, was er wolle und er würde sich nicht auf das Niveau der Linken herablassen."

Das sagt Landau

In Landaus Presseerklärung hingegen heißt es: "Ein linker Wahlkämpfer nahm das Teilwort "Kämpfen" wohl zu ernst und meinte, dem unberechtigten Vorwurf, der CDU-Mann (Dirk Landau, Anmerkung der Redaktion) habe Plakate der Linke beschädigt, körperliche Gewalt und Beschimpfungen folgen lassen zu müssen. ,Meine Beteuerung, linke Plakate in keiner Weise beschädigt zu haben", so Dirk Landau, " entgegnete das Linken-Mitglied mit dem Satz: "Wenn du hier nicht gleich abhaust, schlage ich zu!’ Das Linken-Mitglied stieß seinen Einkaufswagen gegen einen parkenden PKW und würgte den Landtagsabgeordneten. Das beherzte Dazwischengehen seiner Begleitung und das Einreden von Passanten verhinderten Schlimmeres."

Das sagt Stenzel

Den "Akt der Gewalttätigkeit", wie es Landau in seiner Presseerklärung mitteilte, schilderte Stenzel wie folgt: "Nach den Beleidigungen habe ich Herrn Landau an der Brust berührt, aber nicht geschlagen oder verletzt. Dabei habe ich aber nicht bemerkt, dass mein Einkaufswagen in der Zwischenzeit über den Parkplatz gegen ein Auto gerollt ist. Als ich zu meinem Einkaufswagen wollte, lief mir Herr Landau hinterher und machte Fotos mit seinem Telefon von mir", so Stenzel.

Stenzel habe mit der geschädigten Pkw-Fahrerin noch vor Ort alles abgeklärt, diese kenne er zudem persönlich.

Und weiter: "Da er mit dem Telefon vor meinem Gesicht rumwedelte, nahm ich es ihm aus der Hand und fragte, was ich nun damit machen soll. Daraufhin legte ich das Telefon vor ihm auf den Boden. Ich habe das Telefon weder beschädigt, noch auf den Boden geworfen."

Die Plakate habe Stenzel inzwischen wieder aufgehangen.

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