Nach Wahlniederlage

Honduras stehen unruhige Zeiten bevor

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Salvador Nasralla kündigte einen denkwürdigen Januar für Honduras an.

Er will einen Amtseid ablegen - obwohl er die Präsidentschaftswahl offiziell verloren hat. Da Salvador Nasralla dies aber nicht glaubt, macht er eine besorgniserregende Ankündigung.

Tegucigalpa - Nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Honduras hat der unterlegene Kandidat Salvador Nasralla eine Reihe von Protesten angekündigt. „Ich kann euch garantieren, dass der Januar in Erinnerung bleiben wird“, sagte der prominente Sportjournalist und Politiker der Allianz gegen die Diktatur am Dienstag. Für Samstag rief er seine Anhänger zu einer Demonstration in der Wirtschaftsmetropole San Pedro Sula auf. Zudem kündigte er an, parallel zur Vereidigung des wiedergewählten Präsidenten Juan Orlando Hernández am 27. Januar werde er selbst symbolisch den Amtseid ablegen.

Hernández hatte die Wahl Ende November knapp gewonnen, nachdem sein Herausforderer Nasralla bei den ersten Teilergebnissen noch vorne gelegen hatte. Nasralla warf der Regierung daraufhin Wahlbetrug vor und erkannte das Ergebnis nicht an. Bei Protesten kamen mehrere Menschen ums Leben. Auch die Beobachtermission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sprach in ihrem Abschlussbericht von Unregelmäßigkeiten bei der Wahl.

dpa

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