SPD soll mehrheitsfähig werden

Walter-Borjans hält langfristig an 30-Prozent-Ziel fest

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hält an den 30 Prozent für seine Partei fest. Foto: Kay Nietfeld/dpa
+
SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hält an den 30 Prozent für seine Partei fest. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Sozialdemokratie liegt in der Wählergunst bei 14 bis 17 Prozent. SPD-Chef Walter-Borjans will 30 Prozent erreichen. Doch zunächst formuliert er ein anderes Ziel.

Berlin (dpa) - Trotz mäßiger Umfragewerte für die SPD hält Parteichef Norbert Walter-Borjans an dem Ziel fest, seine Partei langfristig wieder über die 30-Prozent-Marke zu bringen.

«In Umfragen sagen 30 Prozent der Menschen, dass sie sich traditionell der SPD am meisten verbunden fühlen. Diese 30 Prozent will ich überzeugen, uns ihre Stimmen zu geben - und vielleicht noch ein paar mehr», sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ziel für die nächste Bundestagswahl sei, mehrheitsfähig zu werden.

Vor ihrer Wahl an die Parteispitze im Dezember hatten Walter-Borjans und Saskia Esken in einem Interview der SPD-Zeitung «Vorwärts» gesagt, sie wollten bis Ende 2020 wieder «Zustimmungswerte von 30 Prozent und vielleicht mehr» erreichen. Jüngsten Erhebungen zufolge käme die SPD derzeit bei der Sonntagsfrage tatsächlich auf einen Stimmenanteil zwischen 14 und 17 Prozent.

«Ich gebe zu, dass der Weg weiter ist, als ich gedacht habe. Die Marke SPD hat in der Vergangenheit schwer gelitten, es braucht Zeit, verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen», sagte Walter-Borjans dem RND weiter. Zwar würden die Leistungen der SPD-Minister von den Wählern anerkannt, so der SPD-Chef. «Aber sie geben für diese guten Leistungen noch zu wenig Vertrauensvorschuss auf die Zukunft. Daran müssen wir arbeiten.»

© dpa-infocom, dpa:200926-99-715780/2

Wahlumfragen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Steinmeier fordert Bürger zu Kontaktbeschränkungen auf
Politik

Steinmeier fordert Bürger zu Kontaktbeschränkungen auf

„Wichtig ist, dass wir jetzt alle gemeinsam handeln“: Bundespräsident Steinmeier bittet die Bürger, einen Lockdown durch freiwillige Kontaktbeschränkungen zu verhindern.
Steinmeier fordert Bürger zu Kontaktbeschränkungen auf
Morawiecki: „Keine Politik der offenen Tür“
Politik

Morawiecki: „Keine Politik der offenen Tür“

Welche Konsequenzen zieht Europa aus der Flüchtlingskrise zwischen Belarus und Polen? Sollte Deutschland einen Kurswechsel bei Nord Stream 2 vollziehen? Polens …
Morawiecki: „Keine Politik der offenen Tür“
Wirbel in Schweden: Regierungschefin tritt direkt nach Wahl zurück – und kandidiert erneut
Politik

Wirbel in Schweden: Regierungschefin tritt direkt nach Wahl zurück – und kandidiert erneut

Schwedens neue Regierungschefin Magdalena Andersson ist nach ein paar Stunden im Amt wieder zurückgetreten. Ausschlaggebend war ein Streit mit den Grünen.
Wirbel in Schweden: Regierungschefin tritt direkt nach Wahl zurück – und kandidiert erneut

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.