Krankenhaus

Wegen 179 Euro: Polizist von „Reichsbürger“ schwer verletzt

Als er einen Haftbefehl wegen einer Geldstrafe ausführen wollte, ist ein Polizist von einem Reichsbürger schwer verletzt worden. Der Polizeibeamte liegt nun im Krankenhaus.

Fürstenberg/Havel - Ein sogenannter Reichsbürger hat im brandenburgischen Fürstenberg/Havel zwei Polizisten angegriffen und einen Beamten schwer verletzt. Die Polizisten hätten den 58-Jährigen am Vortag aufgesucht und ihm mitgeteilt, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorliege, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Hintergrund war eine Geldstrafe in Höhe von 179 Euro, die der Mann nicht bezahlt hatte.

Der Mann wehrte sich heftig gegen seine Festnahme und verletzte dabei einen 54-jährigen Beamten so schwer, dass dieser später in einem Krankenhaus stationär behandelt werden musste. Dann ergriff der Mann die Flucht. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, sie konnten den Mann aber trotz angeforderter Verstärkung nicht erwischen.

Am Abend erschien eine Frau auf dem Polizeirevier und zahlte die Geldstrafe. Daraufhin wurde die Fahndung eingestellt. Nun wird gegen den 58-Jährigen wegen Widerstands und Körperverletzung ermittelt.

Mitte Oktober eskalierte in Bayern ein Polizeieinsatz bei einem sogenannten „Reichsbürger“: Der schoss auf die Beamten und tötete dabei einen Polizisten. Ein Gericht sprach ihn schuldig, er muss nun lebenslang ins Gefängnis.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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