„Pförterin des Präsidenten“

Trump feuert seine wichtigste Assistentin - aus pikantem Grund

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Sucht jetzt wohl einen neuen persönlichen Assistenten: Donald Trump.

Der US-Präsident hat wieder einen Mitarbeiter weniger – seine persönliche Assistentin soll sich verplappert haben.

Washington - Vielleicht sattelt sie jetzt gezwungenermaßen beruflich um? So viele Stellenangebote als persönliche Assistentin eines US-Präsidenten gibt es schließlich auch nicht... Madeleine Westerhout (28) war genau das seit dem Amtsantritt von Donald Trump. Seit zwei Tagen ist sie den Job los – wegen „Indiskretion“, wie es heißt. Sie soll Informationen über die Präsidentenfamilie an Journalisten weitergegeben hatte.

Die New York Times berichtet, Westerhout habe während Trumps dreitägigem Aufenthalt in New Jersey bei einem informellen Abendessen mit Journalisten Details über die Präsidentenfamilie ausgeplaudert, ohne dass Trump etwas davon wusste.

Donald Trump: Zeitung über seine Assistentin: „Ihre Macht beruhte auf...“

Von einem Journalisten habe Trump es dann aber doch erfahren. Ein Vertrauensbruch und überdies unprofessionell. Und so sitzt Madeleine Westerhout, die „Pförtnerin des Präsidenten“, wie manche sie nennen, nun nicht mehr in dem Büro direkt vor dem Oval-Office-Büro im Weißen Haus. Was für Details über Trump und seine Familie sie verraten haben soll, geht aus dem Bericht nicht hervor. Das Weiße Haus habe den Vorfall auf Nachfrage zunächst nicht kommentiert, schreibt die New York Times weiter.

„Ihre Macht im Weißen Haus beruhte vor allem auf ihrer räumlichen Nähe zum Präsidenten“, erklärt die Zeitung. Westerhout sei nie im Fernsehen erschienen und sie sei kein „Entscheider“ gewesen. Aber sie habe privat in den sozialen Medien gerne hin und wieder ihren Alltag im Weißen Haus geteilt. 

Donald Trump: Westerhout weinte angeblich über seinen Wahlsieg

Immerhin scheint Madeleine Westerhout flexibel zu sein: Früher, 2012, hatte sie für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney gearbeitet. Über den Wahlsieg Trumps war sie angeblich „entsetzt“: „Sie soll in der Wahlnacht angeblich geweint haben”, so die New York Times. Es gibt halt immer nur einen US-Präsidenten, für den man sich auf dem Jobmarkt als persönliche Assistentin bewerben kann.

Madeleine Westerhout könnte die Episode sportlich nehmen: Donald Trump geht mit seiner Gefolgschaft nicht gerade zimperlich um, das ist bekannt. Trump will nicht nur seine persönliche Assistentin loswerden, sondern angeblich auch ein bestimmtes Foto. Das Netz amüsiert sich aber weiterhin über den unvorteilhaften Schnappschuss.

Donald Trump ist für seine mitunter holprigen und oft unüberlegten Aussagen bekannt. Jetzt könnte ihm allerdings ein großer Skandal rund um ein Versprechen an den Kragen gehen - denn ein Whistleblower im US-Geheimdienst erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump.

Nach der Ukraine-Affäre droht Donald Trump ein weiterer Skandal. Denn er soll Australien bei Ermittlungen rund um die Einmischung Russlands in der US-Wahl 2016 um Hilfe gebeten haben. 

frs

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