Reaktion auf Weidel-Eklat

„Aufreger der Nation“: Dunja Hayali schießt gegen die politische Elite in Berlin

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Dunja Hayali kritisiert den Deutschen Bundestag scharf.

Fernsehmoderatorin Dunja Hayali hat sich nach der aufsehenerregenden Rede von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel auf Facebook geäußert - und dabei viele Reaktionen erhalten.  

Berlin - Buh-Rufe auf der einen, tosender Applaus auf der anderen Seite. Die Rede von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel im Deutschen Bundestag sorgte abermals für Aufsehen, ja schon für einen Eklat. 

„Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern“, sagte Weidel am Mittwoch bei der Bundestagsdebatte über den Haushalt 2018.

Dafür gab es anschließend von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble tadel. So würde die AfD-Politikerin damit alle Frauen diskriminieren, die ein Kopftuch tragen, so der CDU-Politiker: „Dafür rufe ich Sie zur Ordnung auf.“

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Weidel hat inzwischen gegen den Ordnungsruf Einspruch eingelegt, der Bundestag wird alsbald darüber beraten. 

Dunja Hayali setzt emotionalen Facebook-Post ab

Der neue Eklat ruft Fernsehmoderatorin Dunja Hayali auf den Plan. Sie setzte einen verzweifelten Facebook-Post ab. 

„So viele Politiker aller Couleur reden mit erhobenem Zeigefinger von der Spaltung der Gesellschaft, von dem Ruck in die eine oder andere extreme Richtung. ... Aber dieser Theaterdonner hat schlicht keinerlei Nutzen“, so Hayali. Weiter: „Man reizt sich gegenseitig bis aufs Blut, um dann mit großem Getöse aus der Haut zu fahren. Problem: Die Empörung nutzt sich ab.“

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Am Ende hätte der Bürger nichts davon, wenn sich die Politiker lediglich gegenseitig fertig machen würden. So entstünden „keine Lösungen, nichts Sinnstiftendes oder Erhellendes“, stattdessen nur noch mehr Irritation. Sachliche Auseinandersetzung oder gesellschaftliche Vorbilder? Fehlanzeige. 

Hayali kritisiert das „Feuer mit Feuer bekämpfen“

Auch die Aussagen von FDP-Chef Christian Lindner, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer oder CSU-Politiker Alexander Dobrindt über „schwarze Radfahrer“ oder „Abschiede-Saboteure“ nannte Hayali als Beispiele dafür. So wirke das ganze Verhalten der Politiker lediglich, als wolle man „Feuer mit Feuer“ bekämpfen, was nur in sehr, sehr seltenen Fällen klappt“. 

Hayali, die Tochter irakischer Eltern ist, in Deutschland geboren wurde und demnächst für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wird, warb zudem für ein „neues Verantwortungsgefühl“.

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So lautete der Abschlusssatz von Hayalis Post: „Es ist Zeit mitzuteilen, ob man die Gräben vertiefen will oder mithelfen, sie zu überwinden. Es ist Zeit, Wahrheiten zu benennen, ohne andere gleichzeitig zu diffamieren. Es ist Zeit für echte Nachrichten mit Inhalt und nicht für den nächsten ‚Aufreger der Nation‘.“

Von vielen Usern bekam Hayali Lob für ihre Worte. Allerdings gab es auch von Seiten der AfD-Wähler Kritik. „Im Aufmerksamkeit-Erregen sind Sie auch nicht schlecht“, sagte beispielsweise ein User. Andere baten Hayali zudem nicht zu ignorieren, was in diesem Land passiere. 

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Hayali bekommt viel Lob - muss aber auch Kritik einstecken

Insgesamt war das Echo auf den Post aber sehr positiv: „Es ist insgesamt peinlich, dass die deutsche Bundesregierung zugelassen hat, dass man ihr sensible Themen aus der Hand gerissen hat. Ohne dieses Versagen hätte es die AfD nicht so weit gebracht“, kommentierte ein User Hayalis Ausführungen.

Ein weiterer fügte an: „Man bekommt das Gefühl, diese Volksvertreter haben jeglichen Bezug zum realen Leben in einer toleranten Welt verloren. Beide Seiten schießen deutlich über das Ziel hinaus.“

Die Kritik von Seiten der AfD-Wähler konterte Hayali damit, dass in der Weidel-Rede vieles drin gewesen sei, „worüber man gut und richtigerweise hätte diskutieren können. So wäre mehr Transparenz beim Bundeshaushalt durchaus wünschenswert, doch durch die gezielte Provokation von Weidel, habe die „Rede kaum eine Rolle“ gespielt.

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fs

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