Nach Verurteilung in München

Weitere Mitglieder der rechtsextremen „Oldschool Society“ angeklagt

+
Die von einem Computermonitor am abfotografierte Facebook-Seite der rechtsextremen "Oldschool Society"

Nach dem Münchner Prozess gegen vier Führungsmitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe „Oldschool Society“ (OSS) sollen sich zwei weitere Männer in Dresden vor Gericht verantworten.

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat einen 41-Jährigen und einen 29-Jährigen dort angeklagt, wie am Donnerstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Die Wohnungen beider Männer waren bei der Zerschlagung der Gruppe im Mai 2015 durchsucht worden, sie blieben aber auf freiem Fuß.

Die „OSS“-Mitglieder sollen sich in einem Chat radikalisiert und schließlich Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte geplant haben. Die Gruppe flog auf, bevor sie ihre Pläne in die Tat umsetzen konnte.

Vier Mitglieder hatte das Oberlandesgericht München Mitte März zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt. Die Ermittler rechnen den Angaben zufolge auch die nun in Dresden angeklagten Männer zur Führungsebene der Gruppe. Der 41-jährige Daniel A. soll als „Vollstrecker“ Sanktionen durchgesetzt und Mitgliedsbeiträge eingetrieben haben. Der 29-jährige Marcel L. sei „Ansprechpartner“ für die Mitglieder und „Vertrauensperson“ bei Streitigkeiten gewesen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bundestagsdiäten richten sich weiter nach Lohnentwicklung

Die Abgeordneten können machen, was sie wollen. Diätenerhöhungen fallen ihnen immer vor die Füße - auch wenn die normale Lohnentwicklung der Maßstab ist.
Bundestagsdiäten richten sich weiter nach Lohnentwicklung

Terroropfer sollen mehr Entschädigungen und Hilfe bekommen

Überforderte Behörden, unsensible Beamte, ausbleibende Hilfe: Bei der Betreuung der Verletzten und Hinterbliebenen des Berliner Terroranschlags ist viel schief gelaufen. …
Terroropfer sollen mehr Entschädigungen und Hilfe bekommen

EU-Streit: Bundesregierung fordert weiter Umverteilung von Flüchtlingen

Im Streit um die EU-Migrationspolitik hält Deutschland an der Forderung nach einer Umverteilung von Flüchtlingen zur Entlastung von Hauptankunftsländern fest.
EU-Streit: Bundesregierung fordert weiter Umverteilung von Flüchtlingen

Unterstützung von Terroropfern muss dringend besser werden

Der Bundestag fordert dringend eine bessere Unterstützung und Betreuung von Terroropfern und deren Angehörigen. Das Parlament beschloss dazu am Mittwoch einen Antrag.
Unterstützung von Terroropfern muss dringend besser werden

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.