70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
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Bundespräsident Joachim Gauck (l-r), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, bei der Gedenkstunde des Bundestages im Reichstagsgebäude in Berlin am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
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Bundespräsident Joachim Gauck und die niederländische Königin Maxima.
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Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder. 
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Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder. 
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Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder. 
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Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder. 
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Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder. 
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Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder. 

Auschwitz - Nie wieder Auschwitz. Diese Forderung ist längst Gemeingut. Aber die Überlebenden des Holocaust mahnen: Rassismus und Antisemitismus sind immer noch weltweit verbreitet.

70 Jahre nach der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau haben Überlebende des Holocaust zum Kampf gegen Intoleranz, Gleichgültigkeit und Antisemitismus aufgerufen. „Wir alle müssen uns erinnern“, sagte der ehemalige Auschwitz-Häftling Roman Kent vor fast 50 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, darunter Bundespräsident Joachim Gauck und der französische Staatspräsident François Hollande. „Wenn Sie, die Führer der Welt, sich erinnern, dann wird anderes Unrecht wie in Darfur, Biafra, Kosovo keinen Platz auf der Erde mehr haben.“

Überlebende wie er könnten das in Auschwitz Geschehen niemals vergessen, sagte Kent. „Die Schreie der ermordeten Kinder klingen in meinen Ohren, bis ich sterbe. Die Unmenschlichkeit von damals ist in meine Erinnerung gemeißelt. Diese Erlebnisse halten uns wach bis ans Ende unserer Tage.“ Die Überlebenden könnten nie vergessen - denn dann würde „das Gewissen der Menschheit zusammen mit den Opfern begraben werden.“

„Wir alle müssen unsere Kinder Toleranz und Verständnis lehren“, forderte Kent, dem stellenweise die Stimme versagte. „Wenn ich könnte, würde ich ein elftes Gebot verfügen: Du sollst kein unbeteiligter Zuschauer sein.“

Auschwitz war das größte der nationalsozialistischen Vernichtungslager, in dem mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Soldaten der Roten Armee hatten das Lager und die rund 7500 noch lebenden Häftlinge am 27. Januar 1945 befreit.

Bei der Gedenkfeier vor dem „Todestor“ von Auschwitz mit den beleuchteten Gleisen der Deportationszüge zur Rampe, wo täglich tausende in die Gaskammern geschickt wurden, zeigten auch viele andere der Überlebenden Zeichen der Rührung. Als ein ehemaliger Auschwitz-Häftling nach dem jüdischen Totengebet Kaddisch das El Male Rachamim, das Gebet für die Opfer der Schoah, sang, flossen bei manchen der hochbetagten ehemaligen Häftlinge die Tränen.

Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses WJC, warnte eindringlich vor einem neuen Antisemitismus. „Lasst das niemals wieder geschehen“, sagte er. Auch heute würden Juden angegriffen, „in Paris, Budapest, London, sogar Berlin“. Der neue Antisemitismus entstehe oft im Nahen Osten. „Aber er findet fruchtbaren Boden rund um die Welt.“

Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski nannte in seinem Grußwort Auschwitz eine „Hölle von Hass und Gewalt“. „Erinnern wir uns, wozu der Bruch internationalen Rechts auf Selbstbestimmung führt, das Prinzip der Unverletzbarkeit von Grenzen, Menschenverachtung und Gleichgültigkeit gegenüber dem Bösen.“ Dies wurde als Hinweis auf den Konflikt in der Ukraine gewertet. Der russische Präsident Wladimir Putin nahm nicht an der Gedenkfeier teil.

dpa

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