Corona-Pandemie

Wieder Maskenpflicht für Schüler im Unterricht in NRW

Maskenpflicht in Schulen
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Schüler des Informatik-Grundkurses des Abiturjahrgangs am Carolus-Magnus-Gymnasium in NRW. Foto: Jonas Güttler/dpa

Wenige Tage vor dem Ende der Herbstferien bekennt das nordrhein-westfälische Schulministerium Farbe: Es wird wieder eine Maskenpflicht im Unterricht geben. Zudem gibt es 50 Millionen Euro für Luftreinigungsanlagen.

Düsseldorf (dpa) - Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen. Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilte das Schulministerium am Mittwoch mit.

Zudem kündigte das Land ein Sonderprogramm an, um die Belüftung an Schulen zu verbessern. Das Land wird dafür laut NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) 50 Millionen Euro für mobile Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen.

Die Erweiterung der Maskenpflicht - sie gilt sonst unter anderem auf den Gängen der Schulen - habe sich nach den Sommerferien bewährt, so das Ministerium. Damals war die Pflicht für zwei Wochen eingeführt worden. Diesmal gilt sie wesentlich länger - bis zum 22. Dezember. Die Maskenpflicht solle «zusätzlichen Schutz für alle Beteiligten» bieten und «für mehr Sicherheit und Stabilität im Unterrichtsgeschehen sorgen», so das Ministerium in einer Mitteilung an alle Schulen.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte am Mittwoch, dass Schulen bislang keine «Hotspots» gewesen seien. 98 Prozent der Schüler konnten in Präsenz unterrichtet werden. Gebauer lobte die Disziplin an den Schulen und appellierte an alle Beteiligten, sich auch außerhalb der Schulen entsprechend zu verhalten.

Die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht hatte am Dienstag unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gefordert.

Wie im Sommer müssen Lehrer künftig immer dann Maske tragen, wenn sie den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können. Auch wenn es der Unterricht erfordert, können sie sie zumindest zeitweise ausziehen. Als Beispiel wurde im Sommer von Schulministerin Gebauer das Zeigen des «th» im Englischunterricht genannt. Grundschüler sind von der Maskenpflicht im Klassenzimmer ausgenommen.

Weiter empfiehlt das NRW-Schulministerium, in den Klassenräumen alle 20 Minuten Stoßlüften - sowie «Querlüften wo immer es möglich ist» und «Lüften während der gesamten Pausendauer». Diese bereits bekannte Maßgabe hatte für Wirbel gesorgt, da die Schüler sich theoretisch warm anziehen müssen.

Eine Umfrage habe gezeigt, dass die Schulen in den weitaus meisten Kommunen schon jetzt gut lüften könnten, berichtete NRW-Bauministerin Scharrenbach am Mittwoch. 303 Kommunen hätten zurück gemeldet, dass alles in Ordnung sei. In 39 Kommunen gebe es Probleme bei einzelnen Räumen. Einige Fenster ließen sich nicht öffnen oder lägen nach innen. 85 Städte hätten noch nicht auf die Umfrage geantwortet.

Wie Schulministerin Gebauer zudem erklärte, wird in NRW kein Schwellenwert festgesetzt, ab welcher Infektionslage Schulen vor Ort schließen müssen. Es müsse alles getan werden, um die Schulen offen zu halten, sagte sie.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland beginnt am Montag für rund 2,5 Millionen Schüler wieder der Unterricht nach den Herbstferien. NRW gehört laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts weiterhin zu den Bundesländern mit einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Neuinfektionen: Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 67 - der Bundesdurchschnitt lag bei 51,3.

© dpa-infocom, dpa:201021-99-27643/2

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