„Sie sehen uns unbeeindruckt“

Wortgefechte Teheran/Washington: Jetzt droht Irans Außenminister Trump

Donald Trump
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Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat auf die jüngsten Drohgebärden von US-Präsident Donald Trump mit spöttischer Herablassung reagiert.

Teheran - „Sie sehen uns unbeeindruckt“, schrieb Sarif am Montagabend auf Twitter - in gleicher Großbuchstaben-Manier wie zuvor Trump. „Uns gibt es schon seit Jahrtausenden, und wir haben den Niedergang von Imperien gesehen, unser eigenes eingeschlossen, die länger währten als die Existenz mancher Länder.“ Seine Twitter-Replik schloss Sarif mit der gleichen Warnung, die der US-Präsident an Irans Präsidenten Hassan Ruhani gerichtet hatte: „Seien Sie vorsichtig!“

Trump hatte am Montag auf Twitter geschrieben: „An Irans Präsident Ruhani: Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten. Wir sind nicht länger ein Land, das Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird. Seien Sie vorsichtig!“

Trump bezog sich damit offensichtlich auf Aussagen Ruhanis, der den US-Präsidenten mit Blick auf Wirtschaftssanktionen davor gewarnt hatte, mit dem Feuer zu spielen. Zudem drohte Ruhani mit einer Schließung der Ölexport-Routen am Persischen Golf, was die gesamte Ausfuhr aus der Region blockieren könnte.

Hintergrund des Schlagabtausches ist der einseitige Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran. Die 2015 erzielte Vereinbarung soll die Islamische Republik am Bau von Atombomben hindern. Teheran hatte sich im Gegenzug für wirtschaftliche Lockerungen und mehr Investitionen ausländischer Unternehmen dazu bereit erklärt, sein Atomprogramm aufzugeben und sich Kontrollen zu unterwerfen.

dpa

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