Protestmarsch

Zehntausende demonstrieren in London gegen den Brexit

+
Pro-EU Demonstrantin auf dem Parliament Square in London bei einer Anti-Brexit-Demonstration. Foto: John Stillwell

Zehntausende haben in London gegen den Austritt Großbritanniens aus der EU demonstriert und Regierungschefin Theresa May ausgebuht.

London (dpa) - Zehntausende Demonstranten haben am Samstag in London gegen den EU-Austritt Großbritanniens demonstriert. Der Protestzug mit zahlreichen EU-Flaggen zog mitten durch die Metropole bis zum Parlament.

Die Demonstration wurde von Popmusiker Bob Geldof unterstützt. Großbritannien wird im März 2019 die EU verlassen.

Der Protestmarsch kam für die Regierung zu einem ungünstigen Moment. Denn am Montag stimmt das Unterhaus erstmals über das EU-Austrittsgesetz (European Union Withdrawal Bill) ab.

Auf der Grundlage des Gesetzes will die Regierung nach eigenem Gutdünken über 12 000 EU-Vorschriften in nationales Recht umformen. Die Opposition spricht von einem Eingriff in die Gewaltenteilung. Bei der Abstimmung dürfte die Zukunft von Premierministerin Theresa May auf dem Spiel stehen. Sie ist seit der misslungenen Neuwahl im Juni politisch angeschlagen.

Anti-Brexit-Demonstration

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Stimmzettel werden ausgezählt: Wie viel Prozent bekommt Andrea Nahles? 

Nach langem Hin und Her ist es soweit: Die SPD bekommt auf ihrem Parteitag am Sonntag eine neue Chefin. Die Wahl von Andrea Nahles gilt als sicher. Konkurrentin Simone …
Stimmzettel werden ausgezählt: Wie viel Prozent bekommt Andrea Nahles? 

Mindestens 25 Tote bei Protesten in Nicaragua

Seit Tagen demonstrieren in Nicaragua Menschen gegen eine Sozialreform. Sie fürchten eine deutliche Erhöhung der Beiträge. Es sind die bislang heftigsten Proteste gegen …
Mindestens 25 Tote bei Protesten in Nicaragua

Teststopp öffnet Tür für Verhandlungen mit Kim

Kim Jong Un will seine Atom- und Raketentests stoppen. Aber sein Arsenal will Nordkoreas Machthaber nicht aufgeben. Es ist sein Faustpfand. Nur wie sind da Fortschritte …
Teststopp öffnet Tür für Verhandlungen mit Kim

31 Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul

Sie wollten im Oktober bei den Parlaments- und Provinzwahlen in Afghanistan ihre Stimme abgeben. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich inmitten der Menschen in die Luft …
31 Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.