Honduraner wollen in die USA

Zusammenstöße von Migranten und Grenzschützern in Mexiko

+
Migranten passieren mexikanischen Nationalgardisten am Grenzfluss Río Suchiate zwischen zwischen Guatemala und Mexiko. Foto: Marco Ugarte/AP/dpa

Tausende Migranten aus Mittelamerika sind aus ihrem Land Richtung USA aufgebrochen, um Gewalt und Armut zu entkommen. Erneut kam es dabei an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko zu Zusammenstößen.

Ciudad Hidalgo (dpa) - An der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko ist es erneut zu Zusammenstößen von Sicherheitskräften und Migranten aus Mittelamerika gekommen, die über Mexiko in die USA gelangen wollten.

Medienberichten zufolge lösten die mexikanischen Grenzschützer am Montag eine Gruppe von mehreren Tausend Migranten auf und setzten dabei Tränengas ein. Mehreren Hundert Menschen sei es aber gelungen, zu Fuß durch das seichte Wasser des Grenzflusses Río Suchiate auf die andere Seite zu gelangen.

Die mexikanische Einwanderungsbehörde teilte mit, rund 500 Menschen seien illegal über den Fluss in das Land eingedrungen. Die meisten von ihnen stammten aus Honduras. Mit Hilfe der Nationalgarde habe man 402 Menschen gerettet und in Behördeneinrichtungen gebracht, wo sie mit Nahrungsmitteln versorgt würden. Von dort würden sie gegebenenfalls in ihr Ursprungsland zurückgebracht. Weitere 58 Personen seien in den Wald geflohen. Nach ihnen werde gesucht, hieß es. Weitere 40 Migranten hätten sich entschlossen, an die Grenze zu Guatemala zurückzukehren.

Bereits am Wochenende hatten etliche Migranten aus Mittelamerika auf ihrem Weg in die USA versucht, die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko mit Gewalt zu überwinden. Mexiko schloss wegen des Vorfalls am Samstagmorgen vorübergehend die Grenze.

Berichten zufolge sind mehr als 3500 Honduraner zwischen vergangenem Dienstag und Mittwoch aus ihrem Land Richtung USA aufgebrochen, um Gewalt und Armut zu entkommen. Es handelt sich dabei um die erste sogenannte Migranten-Karawane des neuen Jahres.

Mitteilung der mexikanischen Einwanderungsbehörde (Spanisch)

"El Universal"

"La Jornada"

"Prensa Libre"

"Wall Street Journal"

"Washington Post"

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Kanzlerkandidatur: „Nicht ohne die CSU“ - Söder spricht sich gegen AKK-Strategie aus

Der CSU-Vorstand will sich am Montag mit der Führungskrise in der CDU auseinandersetzen. Vor allem, weil die CSU in Sachen Kanzlerkandidat durchaus ein Wörtchen mitreden …
Kanzlerkandidatur: „Nicht ohne die CSU“ - Söder spricht sich gegen AKK-Strategie aus

Rechte Terrorzelle: Offenbar Moschee-Anschläge in sechs Kleinstädten geplant

Die Bundesanwaltschaft ging mit einer Razzia am Freitag gegen eine mutmaßliche rechtsterroristische Vereinigung vor. Die Verdächtigen hatten offenbar Anschläge geplant.
Rechte Terrorzelle: Offenbar Moschee-Anschläge in sechs Kleinstädten geplant

ARD-Talk „Anne Will“: Drastische Warnung von Ex-Minister - Söder und Baerbock im Clinch

War Thüringen nur das erste Beispiel? Steuert Deutschland ins politische Chaos? Beim TV-Talk „Anne Will“ wurden am Sonntag dicke Bretter gebohrt. Mit dabei sind drei …
ARD-Talk „Anne Will“: Drastische Warnung von Ex-Minister - Söder und Baerbock im Clinch

„Jeder weitere Tag...“ - CDU-Größe zählt Kanzlerin Merkel öffentlich an 

Wie lange kann sich Kanzlerin Angela Merkel noch im Amt halten? Eine CDU-Größe zählt sie nun öffentlich an. 
„Jeder weitere Tag...“ - CDU-Größe zählt Kanzlerin Merkel öffentlich an 

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.