Schwerer Zwischenfall

Südkorea feuert Warnschüsse gegen russisches Militärflugzeug

MiG-29-Kampfjet (Symbolbild).
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MiG-29-Kampfjet (Symbolbild).

Ein schwerer Zwischenfall über dem südkoreanischen Luftraum alarmiert die Streitkräfte des Landes. Ein russischer Bomber soll in den Luftraum vor der Ostküste eingedrungen. Es fallen Schüsse.

Seoul - Südkoreas Streitkräfte haben nach Behördenangaben Warnschüsse gegen mindestens ein russisches Militärflugzeug abgegeben, das den Luftraum des ostasiatischen Landes verletzt habe. Die russische Maschine sei am Dienstagmorgen (Ortszeit) in den Luftraum Südkoreas vor der Ostküste nahe der Felseninselkette Dokdo eingedrungen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien handelte es sich um einen russischen Bomber.

Die südkoreanischen Luftstreitkräfte hätten als Reaktion auf den Vorfall eigene Kampfjets gestartet, die die Warnschüsse abgefeuert hätten, sagte der Sprecher. Weitere Details waren zunächst unklar.

Südkoreas Militär feuert Warnschüsse gegen russisches Militärflugzeug

Die Militärmaschine, die den Luftraum verletzt habe, habe zuvor neben anderen russischen Kampflugzeugen ohne Vorankündigung die sogenannte Luftraumüberwachungszone Südkoreas durchquert, hieß es. Auch chinesische Militärflugzeuge seien in diese Zone eingedrungen. Ob es sich um ein gemeinsames Manöver der russischen und chinesischen Streitkräfte handelte, war zunächst unklar.

Südkorea hatte 2013 erklärt, seine eigene „Identifikationszone zur Luftverteidigung“ (ADIZ) in südlicher Richtung zu erweitern. Hintergrund war damals der Streit um Gebietsansprüche im Ostchinesischen Meer. Seitdem gab es häufig Verletzungen der Zone durch russische und chinesische Flugzeuge.

Zuletzt war Russland auch in den Schlagzeilen, weil auf einer Militärbasis in der nordrussischen Stadt Seweromorsk ein Unterseeboot in Brand geraten war. Bei dem Unglück auf dem Forschungsschiff starben 14 Menschen.

dpa

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