„Wirtschaftliche Brutalität“:

FCK und Braunschweig erhalten nach Abstieg finanzielle Hilfe aus der 2. Liga

Der 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig erhalten Hilfe von den Vereinen der 2. Bundesliga, um den wirtschaftlich schwer zu verkraftenden Gang in die 3. Liga ein wenig abzufedern.

Frankfurt am Main - Die Klubs der 2. Fußball-Bundesliga greifen den Absteigern 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig mit einer solidarischen Finanzspitze unter die Arme. Um den wirtschaftlich schwer zu verkraftenden Gang in die 3. Liga ein wenig abzufedern, erhalten der FCK und die Eintracht jeweils 600.000 Euro. Unabhängig von der Deutschen Fußball Liga (DFL) haben sich die Klubs darauf verständigt, jeweils 66.666 Euro zu diesem Zweck in einen gemeinsamen Topf einzuzahlen.

"Die wirtschaftliche Brutalität eines Abstiegs in die 3. Liga ist kaum zu beschreiben", sagte der von den Zweitligisten gewählte DFL-Vizepräsident Helmut Hack: "Angesichts der außergewöhnlichen Situation, dass in der abgelaufenen Saison zwei Drittel der Klubs bis zu den letzten Spieltagen um den Klassenerhalt bangen mussten und daher Planungen für den Abstiegsfall kaum möglich waren, haben wir uns bereits im April zu dieser Initiative entschieden. Diese Solidaraktion, die aus der Mitte der Zweitliga-Klubs angeregt wurde, ist den besonderen Umständen geschuldet und daher einmalig."

Der 1. FC Kaiserslautern spielt in der Saison 2018/19 erstmals drittklassig.

Besonders der finanziell schwer angeschlagene FCK kann das Geld gut gebrauchen. Der chronisch klamme Klub braucht dringend Mittel, um die am 1. August 2019 fälligen 6,7 Millionen Euro der 2013 aufgelegten Fan-Anleihe zurückzuzahlen. Bis März 2019 muss für die Lizenzierung der Nachweis erbracht werden, wie die Rückzahlung dieser Schulden erfolgt.

Für die abgelaufene Saison rechnet der viermalige Meister mit einem Minus von zwei Millionen Euro. Die Umsätze werden in der kommenden Spielzeit wohl um zwei Drittel einbrechen, das wird ein prognostiziertes Minus in Höhe von fünf Millionen Euro zur Folge haben. Zudem bangen die Pfälzer nach wie vor um die Lizenzerteilung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB).

SID

Rubriklistenbild: © dpa / Uwe Anspach

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