"Haben den Faden verloren"

2:1 in Bremen: Bayern siegt bei Werder nur mit Mühe

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Arjen Robben (l) und David Alaba erzielten die beiden Treffer der Bayern in Bremen. Foto: Axel Heimken

Werder Bremen bleibt der Lieblingsgegner von Bayern München. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann bei den Norddeutschen und feierte damit den 13. Sieg gegen die Hanseaten in Serie.

Bremen (dpa) - So knapp war es schon lange nicht mehr. 2:1 (2:0) gewann der FC Bayern bei Werder und feierte den 13. Sieg gegen die Bremer in Serie - doch es war eng und mühevoll. "Es war schwierig", sagte Trainer Carlo Ancelotti: "Werder hat sehr gut gespielt, vor allem in der zweiten Halbzeit."

Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion mussten die Bayern anders als beim 6:0 im Hinspiel der Fußball-Bundesliga dieses Mal Schwerstarbeit verrichten. Und sie zeigten sich gnadenlos effektiv. Arjen Robben (30. Minute) und David Alaba (45.+1) brachten die Gäste vor der Pause zwar in Führung. Viel mehr Chancen gab es aber nicht. "Fehler darfst du gegen Bayern nicht machen", sagte Werders Winter-Zugang Thomas Delaney. "Das nutzen sie aus." Auf die "individuelle Klasse", wies auch Werder-Torwart Felix Wiedwald hin.

Die zeigte aber auch Max Kruse, dem nach dem Seitenwechsel mit einer tollen Aktion der Anschluss für die Gastgeber (53.) gelang. Es war der erste Bremer Treffer gegen die Bayern seit April 2014, damals noch durch Aaron Hunt. "Wir haben Probleme bekommen nach dem Tor, wir haben den Faden verloren", sagte Bayern-Trainer Ancelotti. "Wir wissen, dass wir besser spielen müssen", meinte Kapitän Philipp Lahm. Zu mehr reichte es für die tapfer kämpfenden und spielerisch guten Grün-Weißen jedoch nicht.

Die Bayern bestimmten nur anfangs das Geschehen. Die Gastgeber hielten mutig dagegen. Kruse prüfte Bayern-Keeper Manuel Neuer nach knapp einer halben Stunde, doch im Gegenzug gingen die Bayern in Führung. Auf Zuspiel von Franck Ribéry kam Robben im Strafraum frei zum Schuss und ließ Wiedwald im Werder-Tor keine Chance. Es war die erste erfolgreiche Kombination von "Robbery" seit fast zwei Jahren.

Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff legte Alaba für die Bayern nach. Mit einem herrlichen Freistoß-Schlenzer in den Winkel des Bremer Gehäuses erhöhte der Österreicher auf 2:0 und sorgte damit für die scheinbar beruhigende Pausenführung.

Doch die Bremer, die sich im Hinspiel beim 0:6 noch hatten vorführen lassen, agierten auch nach dem Seitenwechsel weiter mutig. Nach Zuspiel des wiedergenesenen Zlatko Junuzovic ließ Kruse Gegenspieler Alaba gekonnt aussteigen und vollendete eiskalt. "Wir haben nach vorne die Qualität, dass wir immer ein Tor machen", sagte Junuzovic.  

Nach dem Anschluss war die Partie völlig offen, die Kulisse im Weserstadion wieder da. Die bis dahin souveränen Bayern wirkten auf einmal gar nicht mehr so sicher. Bayern-Coach Ancelotti reagierte und brachte für den völlig wirkungslosen Thomas Müller und Robben den Portugiesen Renato Sanches und Kingsley Coman. Besser wurde es dadurch nicht. Bremen drückte und blieb gefährlich.

Nach vorne lief bei den Bayern nicht viel zusammen. Top-Torjäger Robert Lewandowski war bei Lamine Sané komplett abgemeldet. Der Pole fiel nur einmal auf, als er kurz nach dem 1:2 einen Strafstoß forderte, den Schiedsrichter Sascha Stegemann aber nicht gab.

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