Nach 2:3-Niederlage 

Ex-Bayern-Star rastet in Kabine aus: Er bringt Spieler zum Weinen

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Bastian Schweinsteiger (l.) und Andreas Herzog.

Nach dem EM-Quali-Spiel der israelischen Nationalmannschaft kam es zu einer sonderbaren Reaktion. Der Trainer, ein Ex-Bayern-Star, fand wohl deutliche Worte.

Tel Aviv - Die EM-Qualifikation ist bereits in vollem Gange. Im kommenden Sommer wird wieder der Europameister gesucht, gespielt wird dann - anders als üblich - in verschiedenen Stadien auf dem kompletten Kontinent. Anlass ist das Jubiläum der Euro, es wird das 60-jährige Bestehen gefeiert.

Neben der deutschen Nationalmannschaft, die sich gegen Nordirland durchsetzte, war nun auch die israelische Nationalmannschaft im Einsatz. Nach der jüngsten Auswärtsniederlage Israels gegen Slowenien (2:3) soll es in der Kabine jedoch zu einem Vorfall gekommen sein, den es so wohl eher selten gibt. 

Ex-Bayern-Star Andreas Herzog: Er bringt die Spieler zum Weinen

Wenn ein Trainer in der Kabine nach einer Niederlage eine Standpauke hält, die sich gewaschen hat, ist das in der Regel nichts Besonderes. Ex-Bundesliga-Profi Andreas Herzog soll nach der so gut wie verpassten EM-Qualifikation der israelischen Fußball-Nationalmannschaft in der Kabine aber komplett die Beherrschung verloren haben. 

Dabei zeigte Israel gegen Slowenien ein gutes Spiel und lag sogar mit 2:1 in Führung. Aber in der 90. Minute sorgte Benjamin Verbic für den Siegtreffer der Gastgeber, was den 103-maligen österreichischen Nationalspieler wohl zur Weißglut trieb. Herzog, der in der Bundesliga mit Werder Bremen Deutscher Meister sowie Pokalsieger wurde und mit dem FC Bayern München 1996 den UEFA-Pokal gewann, ist seit 1. August 2018 Nationaltrainer Israels. Zuvor war er unter anderem im US-Trainerstab von Jürgen Klinsmann tätig. 

Israels Nationaltrainer Andreas Herzog: „Wir sind nicht professionell genug“

Herzog soll die Mannschaft derart angegangen sein, dass gestandene Spieler sogar geweint hätten. Wie israelische Medien am Dienstag berichteten, soll Herzog aus Wut gegen Flaschen und einen Tisch getreten haben. Seine Spieler seien naiv, würden dumme Fehler machen und würden nie was erreichen, soll Herzog gebrüllt haben.

„Wir sind nicht professionell genug. Wenn ich das dritte Gegentor sehe, das ist der Horror. Wir reden immer darüber, wovon wir träumen. Aber wir müssen die entscheidenden Dinge auf dem Platz machen. Und dann machen wir solch dumme Fehler und verlieren. Das ist nicht mehr lustig“, echauffierte sich Herzog im israelischen Fernsehen. Die Wutrede verbreitete sich mittlerweile in den sozialen Medien. 

Trotz der Pleite will der Verband israelischen Medien zufolge mit Herzog weiterarbeiten. Währenddessen sind auch die Konsolen-Fans wütend - es geht um die neuen Bewertungen bei FIFA20. Fußball-Legende Diego Maradona hat dagegen Grund zur Freude. Er hat in Argentinien einen Trainerjob gefunden. Sein Empfang wurde gefeiert - sonderlich fit sah der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler aber nicht aus.

dpa

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